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GGG wird Stadionpächter in Chemnitz

Beschluss Stadtrat verzichtet zugunsten des CFC auf Geld

Der Stadtrat hat der Auflösung des Stadionpachtvertrags mit dem Chemnitzer FC in seiner Sitzung am Mittwoch nach langer Diskussion, letztlich aber recht deutlich zugestimmt: 25 Stadtratsmitglieder stimmten für den Verwaltungsvorschlag, 14 dagegen. Statt dem Chemnitzer FC wird künftig die kommunale Wohnungsgesellschaft GGG Pächter des Stadions, statt 180.000 Euro Pacht erzielt die Stadt dann nur noch 30.000 Euro.

Zugleich erwartet die GGG Verluste in Höhe von 250.000 Euro im Jahr durch den Stadionbetrieb: GGG-Geschäftsführerin Simone Kalew erklärte, dies sei eine Summe, die man angesichts von 88 Millionen Euro Umsatz im Jahr verkraften könne. Mieterhöhungen aufgrund des neuen Pachtvertrags schloss sie aus. Zugleich werde die GGG ihr Sponsorenengagement für den CFC auf dem Niveau der Vorjahre belassen.

Wie wird das Stadion jetzt genutzt?

Der Chemnitzer FC soll künftig nur noch spieltagsweise das Stadion nutzen, behält aber wesentliche Vermarktungsrechte an Spieltagen. Welche Miete eine Stadionnutzung kosten könnte, blieb noch offen. Genannt wurden Zahlen zwischen 5.000 und 5.500 Euro pro Spieltag. Zu gleichen Konditionen soll die Stadionnutzung auch anderen Vereinen möglich gemacht werden. Zugleich soll sich die Chemnitzer Veranstaltungsgesellschaft C3 noch stärker in die Vermarktung des Stadions einbringen.

Hintergrund

Die Auflösung des Pachtvertrags war aus Sicht der Stadtverwaltung nötig geworden, um zur Konsolidierung des Chemnitzer FC beizutragen. Der Verein steht vor der Insolvenz und stieg in der vergangenen Saison aus der dritten Bundesliga in die Regionalliga ab. Nach der kommenden Saison soll geprüft werden, ob die neue Konstruktion der Stadionverpachtung bereits die beste Lösung ist.



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