Gießerei macht nach 100 Jahren dicht

Wirtschaft Traditionsunternehmen Ermafa Eisenwerke insolvent

Im letzten Jahr noch vor der drohenden Schließung gerettet, steht das Traditionsunternehmen Ermafa Eisenwerke nun endgültig vor dem Aus. Das bestätigt der vorläufige Insolvenzverwalter Dirk Herzig. Er hatte nach dem Insolvenzantrag des Herstellers von Sondermaschinen, Anlagen und Werkzeugmaschinen vom 23. Juni den Geschäftsbetrieb trotz der schwierigen Rahmenbedingungen zunächst unverändert fortgeführt. Parallel wurde nach einem möglichen Investor für die Gießerei gesucht. "Wir hatten einen Interessenten gefunden, der leider von seinem Erwerbsinteresse Abstand genommen hat." Sehr hohe Investitions- und Reparaturrückstände bei Maschinen und Gebäuden, der hohe Preisdruck am Markt und damit zu erwartende Anlaufverluste hätten für den Interessent den Ausschlag gegeben. Die 57 Arbeitnehmer erhalten zum Monatsende ihre Kündigung. "Das ist besonders bedauerlich, weil wir eine äußerst motivierte Mannschaft vorgefunden haben", so Herzig. Hauptgründe für den Insolvenzantrag waren unter anderem eine nicht ausreichende Absatztonnage, ein maroder Maschinenpark und fehlende finanzielle Mittel für notwendige Reparaturen.