"Götterdämmerung" setzt ein

Oper Theater Chemnitz zeigen vierten Teil von Wagners "Ring des Nibelungen"

Am Samstag um 16 Uhr feiert Richard Wagners "Götterdämmerung" im Opernhaus Premiere. Nach "Das Rheingold", "Die Walküre" und "Siegfried" bringen die Theater Chemnitz damit ihr großes "Ring"-Projekt im Rahmen des 875. Stadtjubiläums zum Abschluss. Vier Regisseurinnen - Verena Stoiber, Monique Wagemakers, Sabine Hartmannshenn und Elisabeth Stöppler - mit je eigenen Ausstatterteams stellten sich der Herausforderung, die Musikdramen unabhängig voneinander in Erzählweise und Ästhetik in Szene zu setzen. Mit der "Götterdämmerung" soll laut der Theater Chemnitz ein "fulminanter Schlusspunkt" gesetzt werden.

Darum geht`s

Inhaltlich wird im vierten Teil ein Weltuntergangsszenario präsentiert. "Siegfried verspielt den Ring, seine große Liebe und jede Chance auf Wiedergutmachung und Rettung der aus den Fugen geratenen Welt", kündigen die Theater an. Er wird von Hagen getötet. Nur Brünnhilde übersteht den Untergang der dekadenten und brutalen Gesellschaft. Durch sie wird die Hoffnung auf eine Zukunft am Leben gehalten.

Siegfried wird von Daniel Kirch gespielt, der an der Hochschule für Musik seiner Heimatstadt Köln studierte und mit seiner Rolle in Chemnitz seine Partiedebüts gibt. Stéphanie Müther, die Schweizer Mezzosopranistin mit deutsch-französischen Wurzeln, verkörpert die Brünnhilde. Marius Boloz aus Rumänien wird als Hagen zu sehen sein und der Franzose Pierre-Yves Pruvot wird zum Gunther.

Wagners Werke waren schon immer ein wichtiger Schwerpunkt in der Chemnitzer Operntradition. Das Bühnenfestspiel "Der Ring des Nibelungen" war 1914 erstmalig in Chemnitz zu sehen und zog zuletzt von 2000 bis 2007 Publikum und Fachleute aus Nah und Fern in die Stadt. Bei Redaktionsschluss gestern gab es nur noch wenige Karten für die Premiere der "Götterdämmerung". Folgevorstellungen finden zum Beispiel am 22. Dezember und am 26. Januar statt.