Gründer des Adam-Rieß-Wettbewerbs nun im Goldenen Buch der Stadt

Ehrung Helmut König trägt sich ins Goldene Buch Chemnitz ein

Seit Montag rauchen die Köpfe einiger Mathegenies in der Stadt - die 58. Auflage der Deutschen Mathematik-Olympiade fand in dieser Woche in Chemnitz statt. 197 Schüler aus der gesamten Bundesrepublik haben sich gegen 200.000 Konkurrenten durchgesetzt und ermittelten in zwei Klausuren zu je 4,5 Stunden ihre Sieger, die von Ministerpräsident Micheal Kretschmer ausgezeichnet wurden.

Für seine ehrenamtliche Tätigkeit und seine Verdienste in der Mathematik und bei der Förderung mathematischer Begabungen wurde am Montag auch Helmut König ausgezeichnet. Der Mathematiker durfte sich in das Goldene Buch der Stadt Chemnitz eintragen. Dr. Helmut König engagiert sich seit den Sechzigerjahren in der Förderung mathematisch begabter und interessierter Schüler.

Er kämpfte erfolgreich für die deutschlandweite Mathe-Olympiade

Der 90-Jährige ist einer der anerkanntesten Mathematiker Deutschlands und hat Chemnitz in diesem Metier bekannt gemacht. Er gilt als Begründer des 1981 gestarteten Adam-Rieß-Wettbewerbs. Seit 1977 arbeitet er in der zentralen Aufgabenkommission der Mathematik-Olympiade als Gutachter und hat erfolgreich für eine deutschlandweite Austragung aller Stufen der Matheolympiade gekämpft.

Er hat schon viel Zeit in Chemnitz verbracht

König unterstützte auch die Technische Hochschule Karl-Marx-Stadt, die heutige TU Chemnitz, als wissenschaftlicher Mitarbeiter mehr als 30 Jahre. Im Bereich Mathematik war er verantwortlich für die Mathematikausbildung der Maschinenbaustudenten und arbeitete schließlich bis zu seiner Pensionierung 1993 im Wissenschaftsbereich "Methodik des Mathematikunterrichts". Während seiner Tätigkeit an der TU hat er Fachlehrer ausgebildet, aber auch wissenschaftliche Mitarbeiter gewonnen, die sich in ihrer Freizeit diesen Aufgaben widmen.