Größter Vermieter investiert kräftig

Brühl GGG plant für 2017mit der Rekordsumme von 46 Millionen Euro

Die Wohnungen im Brühl-Neubau sollen sowohl dem Anspruch an studentisches, junges Wohnen entsprechen, als auch flexibel durch variable Grundrisse etwa für Senioren genutzt werden können. Grafik: GGG/ raumfeld architekten

Ende vergangener Woche hielten auf dem Brühl neue Bänke Einzug. Geht es nach der zur Stadt Chemnitz gehörenden Grundstücks- und Gebäudewirtschafts-Gesellschaft mbH (GGG) soll sich auch im kommenden Jahr in diesem Chemnitzer Stadtteil einiges verändern.

Für das gesamte Gebiet plant die GGG, die rund 25.000 Wohnungen im Bestand hat, 2017 die Rekordinvestitionssumme von 46 Millionen Euro. Die Schlagworte für das umfangreichste Investitionsprogramm in ihrer Geschichte: "Sanierungsabschluss und Neubau auf dem Brühl, Aufwertung innerstädtischer Bestände, bezahlbares Wohnungsangebot für breite Bevölkerungsschichten". Zu den Vorhaben gehören ein Neubau speziell für Auszubildende und Studenten sowie ein "Projekthaus zum Selbstausbau".

Die Geschäftsführerin der GGG, Simone Kalew, nennt als Voraussetzung für die hohen Investitionssummen, von 2015 bis 2017 insgesamt rund 113 Millionen Euro, dass die GGG "auf einer soliden wirtschaftlichen Basis steht". Außerdem kommt die hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Chemnitz ihrem Auftrag nach, "bezahlbaren Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten" anzubieten. Trotz der kräftigen Investitionen wurde "das Mietniveau mit einer durchschnittlichen Steigerung von lediglich einem Prozent pro Jahr und aktuell 4,72 Euro pro Quadratmeter quasi konstant gehalten", erklärt Kalew. Im nächsten Jahr wird vor allem der Brühl von den Millionen profitieren. Auf dem Grundstück 65 soll neu gebaut werden - hier können, so die Vorstellungen, vor allem Studenten und junge Azubis sowie Senioren preisgünstig wohnen. Grundrisse können hier flexibel angepasst werden. Außerdem entstehen im Haus 32 großzügige Eigentumswohnungen mit drei bis vier Zimmern. Mehr Arbeit beim Innenausbau, aber dafür weniger Miete haben Interessenten für Wohnungen zum Selbstausbau auf dem Grundstück 71. Das erste Projekthaus dieser Art ist bereits in Arbeit und ab Januar 2017 bezugsfertig. Auf dem Sonnenberg in der Körnerstraße 26, 28, 32 werden 2,3 Millionen Euro investiert. Im Rahmen der Altbausanierung entstehen 3- bis 6-Raum-Wohnungen. In der Innenstadt, Augustusburger Straße 9-29 sowie Dresdner Straße 6-18 wird ebenso kräftig saniert, sodass am Ende bis zu 120 Quadratmeter große 6-Raum-Wohnungen entstehen. Gegenüber dem CFC-Stadion in der Heinrich-Schütz-Straße 32-40 werden für 3 Millionen Euro 2- bis 5-Raum-Wohnungen gebaut.