Zwei Radsportler vom RSV Chemnitz haben bei der 45. Internationalen Oderrundfahrt für positive Schlagzeilen gesorgt. Lennart Lein fuhr im Trikot des Leipziger Teams schnelleStelle/SC DHfK Leipzig in der Gesamtwertung auf den 5. Platz und wurde zudem hinter vier Niederländern bester Deutscher.
Grundsätzlich zeigte sich der 24-Jährige mit seinem Abschneiden nach einem Prolog, vier Etappen und insgesamt rund 500 Kilometern durch die Region Frankfurt zufrieden. „Der 5. Platz kann sich sicherlich sehen lassen. Dennoch hätte es noch etwas besser laufen können“, meinte Lein.
Defekthexe schlägt zu
Dabei spielte der Radsportler auf die 2. Etappe an. Auf diesem Tagesabschnitt war er in einer dreiköpfigen Spitzengruppe vertreten, die sich einen beachtlichen Vorsprung vor dem Hauptfeld herausgefahren hatte. Doch knapp vier Kilometer vor dem Ziel fing sich der gebürtige Erzgebirger einen Reifenschaden ein, musste relativ lange auf seinen Materialwagen warten und hatte am Ende als Tagesneunter rund 1.30 Minuten Rückstand auf den Sieger.
Ein Liter pro Rennstunde
Zwar sei bei dieser Etappenfahrt die Hitze durchaus ein Faktor gewesen, doch die Sportler hätten sich bereits im Training darauf eingestellt. Wichtig sei auch die Flüssigkeitszufuhr. Die ideale Menge ist aus seiner Sicht ein Liter pro Rennstunde.
„Doch das hat nicht immer funktioniert. So ging es an einem Tag so hektisch und unruhig auf der Etappe zu, dass wir kaum Zeit zum Trinken hatten“, sagte Lein, der nach einer Woche Wettkampfpause am 26. Juli mit seinem Team beim nächsten Bundesligarennen auf dem Nürburgring an den Start geht. In der Gesamtwertung dieser Rennserie mischt Lein vorn mit, aktuell liegt er auf dem 11. Platz.
Sprung auf das Podest
Laura Nollau schaffte in der gleichzeitig durchgeführten Frauen-Rundfahrt den Sprung unter die besten zehn Starterinnen. Sie wurde in der Endabrechnung unter fast 100 Teilnehmerinnen Neunte und verbuchte in der Nachwuchswertung (U21) den dritten Rang.
Nach dem zweiten Platz bei den Stuttgart Race-Days, die die 18-jährige Sportgymnasiastin im Juni als Gesamtzweite beendete, war dies der zweite große Erfolg in der laufenden Saison. 2026 ist für die Sportlerin vom RSV Chemnitz ein ganz besonderes Jahr.
Sie wechselte nicht nur vom Juniorinnen- in den Frauenbereich. Die Leubsdorferin startet auch erstmals für das LKT-Team. „Ich fühle mich in der Mannschaft sehr wohl, es herrscht ein toller Teamgeist. Dennoch war die Umstellung sportlich nicht einfach“, erklärte Laura Nollau.
Deutsche Meisterschaft ist nächste Herausforderung
Die Strecken seien nun in der Regel länger, es würden zudem höhere Geschwindigkeiten gefahren. „Ich muss in Sachen Renntaktik und Positionierung im Feld noch meine Erfahrungen sammeln“, sagte die Radsportlerin, deren Traum es sei, einmal an der Tour de France feminin teilzunehmen. In knapp zwei Wochen steht für sie zunächst mit der Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Bahnradsport in Büttgen (Nordrhein-Westfalen) die nächste nationale Herausforderung an.
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