Große Pläne für Bauprojekte

Umbau Bauvorhaben in Hartmann-Halle und Flemming-Grundschule

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Foto: nastenkapeka/Getty Images/iStockphoto

Chemnitz. Die Stadtverwaltung will in den kommenden Wochen mit zwei außerplanmäßigen Bauprojekten starten. Zum einen soll die Richard-Hartmann-Sporthalle im kommenden Frühjahr - und damit rechtzeitig vor der Basketball-Junioren-Europameisterschaft - erweitert werden. Mit Anpassungen an der Beleuchtungsanlage und Verbesserungen der Brandschutzbedingungen soll die Spielstätte des Basketball-Zweitligisten Niners Chemnitz, die auch für Schul-, Vereins- und Dienstsport genutzt wird, für künftige Spitzensportereignisse fit gemacht werden.

Die Beleuchtungsanlage soll nach dem Willen der Verwaltung für circa 300.000 Euro komplett erneuert werden, etwa 107.000 Euro könnten davon als Förderung durch das Bundesumweltministerium erfolgen. Darüber hinaus soll die Zuschauerkapazität auf etwa 3.200 Besucher erweitert werden. "Wir hoffen ja alle, dass die Niners es in die erste Liga schaffen", sagte Finanzbürgermeister Sven Schulze gegenüber Journalisten: "Da ist eine Mindestkapazität von 3.000 Zuschauern vorgeschrieben."

Um mehr Zuschauer zu ermöglichen, müssten zwei Zusatztreppen in die Hallen eingebaut werden. Die vorgeschlagene Variante kostet etwa 260.000 Euro. Kämmerer Schulze würde die Gesamtmaßnahme für die Hartmann-Halle mit Geldern aus der Gewerbesteuer gegenfinanzieren - hier werden die Einnahmen in diesem Jahr voraussichtlich 2,2 Millionen Euro höher liegen als von der Stadt ursprünglich veranschlagt.

Neue Grundschul-Klassenzimmer für etwa 1,5 Millionen Euro

Ebenfalls außerplanmäßig will die Verwaltung bereits in diesem Jahr Emanuel-Gottlieb-Flemming-Grundschule in der Albert-Schweizer-Straße zu einer vierzügigen Grundschule umbauen. Die Schule wird gegenwärtig ohnehin saniert, so könnte man die Anwesenheit der Baufirmen für eine nochmalige Erweiterung nutzen, so Schulze. Die zusätzlichen Kosten - etwa 1,5 Millionen Euro für neue Klassenzimmer in einem Verbindungsbau - will er mit nicht ausgegebenen Personalkosten gegenfinanzieren.

Stimmt der Stadtrat dem Projekt zu, sollen die Firmen noch in diesem Jahr beauftragt werden. Im kommenden Schuljahr könnten hier dann vier erste Klassen eingeschult werden.

Über beide Vorhaben muss der Stadtrat in seiner Sitzung am 8. November abstimmen.