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Grüne sind gegen Schließung des Stadtrings

Mobilität Südverbund soll auf den Prüfstand - Lärmschutzmaßnahmen gefordert

Der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Chemnitz wird fortgeschrieben, BLICK berichtete bereits darüber. Für die Chemnitzer Grünen müsse der Fokus damit auf einen massiven Ausbau von Bus und Bahn, die Stärkung des Radverkehrs und vernetzte Mobilitätsangebote gerichtet werden. All das gehe nicht mit dem Ausbau des Südverbundes von der Augustusburger Straße Richtung Dresdner und Frankenberger Straße einher.

In der Mitgliederversammlung in dieser Woche hat der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen daher den Antrag "Südverbund auf den Prüfstand stellen" beschlossen. "Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, kostenintensive Straßenbauvorhaben auf den Prüfstand zu stellen. Klima- und Coronakrise belasten den Stadthaushalt und die Klimaziele machen ein Umsteuern in der Mobilitätspolitik zwingend notwendig", sagt Volkmar Zschocke, mobilitätspolitischer Sprecher im Stadtrat.

Weiterbau sei "vollkommen unnötig"

Ein Weiterbau des Südverbunds im Westen bis zur Kalkstraße sei laut der Grünen "vollkommen unnötig". Der Ring sei faktisch über die Autobahn geschlossen - der Bau einer parallelen Straße eine sinnlose Verschwendung von Finanzmitteln, die an anderer Stelle dringend benötigt werden. "Wir Grünen wollen eine finale Streichung dieses Abschnitts im Verkehrsentwicklungsplan erreichen. Dann ergibt auch der Bau zwischen Neefestraße und Zwickauer Straße keinen Sinn. Hier wollen wir die Anwohner vom Durchgangsverkehr entlasten. Wir schlagen vor, den kurzen Südringstumpf zwischen Neefestraße und Zwickauer Straße perspektivisch auf zwei Spuren zurückzubauen", führt Zschocke aus. An den bestehenden Südringabschnitten brauche es Lärmschutzmaßnahmen für die verlärmten städtischen Wohnquartiere.

Karola Köpferl, die die Chemnitzer Bundestagskandidatin für die Grünen, ergänzt: "Die Klimakatastrophe zeigt sich immer deutlicher und daraus müssen Konsequenzen gezogen werden. Ich werde für diesen Kurswechsel kämpfen und mich gegen die vollständige Schließung des Stadtrings im Osten einsetzen."



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