Grundstückskauf für Chemnitzer Modell beschlossen: Denkmalgeschütztes Haus an der Hartmannstraße muss weichen

Der Verkehrsverbund Mittelsachsen und die Stadt kaufen ein Grundstück, um Platz für den weiteren Ausbau der Verbindung nach Limbach-Oberfrohna zu schaffen.

Chemnitz

Die Stadt Chemnitz schafft Platz für den weiteren Ausbau des Chemnitzer Modells. Dafür hat der Stadtrat jetzt den Ankauf eines Grundstücks an der Hartmannstraße beschlossen. Auf dem Areal neben der Hartmannfabrik steht derzeit noch ein denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftshaus.

Stadt kauft Grundstück für 423.000 Euro

Konkret geht es um das Grundstück Hartmannstraße 17 mit einer Fläche von rund 730 Quadratmetern. Wie die Stadt mitteilt, entspricht der Kaufpreis dem ermittelten Verkehrswert und liegt bei 423.000 Euro. Hinzu kommen Erwerbsnebenkosten von rund 28.000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Grunderwerbskosten damit auf etwa 451.000 Euro.

Verkehrsverbund Mittelsachsen trägt Großteil der Kosten

Die Kosten werden größtenteils vom Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) – dem Träger des Vorhabens – übernommen. Nach dem Bau- und Finanzierungsvertrag zwischen Stadt und Verkehrsverbund trägt der VMS 95 Prozent der gesamten Grunderwerbskosten. Das entspricht rund 428.450 Euro. Die Stadt übernimmt die verbleibenden fünf Prozent beziehungsweise etwa 22.550 Euro.

Denkmalgeschütztes Gebäude

Auf dem Grundstück steht ein mehrgeschossiges, denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftshaus. Zum Gebäudebestand gehören außerdem mehrere Anbauten, darunter Garagen, eine Werkstatt und eine Hobbywerkstatt.

Pläne sehen Abriss vor

Für die Umsetzung des Chemnitzer Modells muss der komplette Gebäudebestand abgebrochen werden. Nach derzeitiger Planung sollen die Abrissarbeiten zwischen Mitte November und Februar stattfinden. Die bisherigen Mietverhältnisse seien bereits beendet: Betroffen waren zehn Wohnungen und fünf Gewerbeeinheiten.

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