Gutes Zeugnis für Sachsens Bildung

Bildung Schüler entscheiden sich überdurchschnittlich oft für eine berufliche Ausbildung

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Foto: BraunS/Getty Images

Der Freistaat Sachsen ist im Bildungsbereich gut aufgestellt. Das geht aus einem Bericht des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) hervor. Der im Auftrag des Kultusministeriums erstellte Bericht beleuchtet die Situation in Sachsen vor dem Hintergrund zentraler Trends und Herausforderungen auf Bundesebene.

Sächsische Schüler schneiden besser ab

Der neue Bericht hält unter anderem positiv fest, dass die Schere zwischen leistungsstarken und leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern in Sachsen nicht größer geworden ist - im Gegensatz zum Bundestrend. Der Bericht bescheinigt Kindern und Jugendlichen Sachsens zudem ein hohes Kompetenzniveau, offenbart aber auch, dass der Freistaat vor drängenden Herausforderungen steht.

Pädagogen- und Betreuermangel

Dazu gehört ein großer Personalbedarf im pädagogischen Bereich. Auf eine Fachkraft in der Kindertagesbetreuung kommen hier vergleichsweise viele Kinder. Zudem ist der Anteil der Seiteneinsteiger in den Schuldienst unter allen Bundesländern der höchste. Nicht zuletzt stehen zahlreiche Lehrkräfte kurz vor der Rente. Eine weitere Herausforderung: ein hoher Anteil der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss.

Im Vergleich mit den meisten Bundesländern erreichen in Sachsen deutlich mehr Schüler nicht einmal den Hauptschulabschluss. "Es ist ein ehrlicher Bericht, der die Stärken, aber auch die Schwachstellen des sächsischen Bildungssystems klar benennt", so Kultusminister Christian Piwarz. Positiv sei der hohe Bildungsgrad der Sachsen. So ist der Bildungsstand der 25- bis 35-Jährigen in Sachsen höher als in allen anderen Bundesländern. Nirgends erreichen mehr Erwachsene einen Bildungsstand auf Niveau des Sekundarbereichs II als in Sachsen.

"Erfreulich ist auch die starke Rolle der Oberschule", erklärte Piwarz. So ist entgegen dem bundesweiten Trend zum Gymnasium in Sachsen der Anteil der Oberschüler zwischen 2007 und 2017 sogar gestiegen. "Das bildungspolitische Ziel, die Oberschule zu stärken, trägt erste Früchte", sagte der Kultusminister.