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Höhere Förderung für Freie Schulen

Bildung Geld fließt in bessere Bezahlung und liegengebliebene Reparaturen

Seit letzten Monat gilt ein neues Gesetz, wonach die Schulen in freier Trägerschaft mehr staatliche Zuschüsse erhalten. Das kommt auch den 13 allgemein- und 18 berufsbildenden Schulen freier Träger in Chemnitz zugute. Im Initiativkreis "Freie Schulen in Chemnitz" sind 17 von ihnen vereint. Unter anderem die Waldorfschule Chemnitz. Geschäftsführer Christian Wolf freut sich über die Mehreinnahmen. "Bis jetzt waren die Zuschüsse wesentlich zu niedrig berechnet", sagt er. Mit dem zusätzlichen Geld soll unter anderem die Bezahlung der Schulmitarbeiter verbessert und liegengebliebene Reparaturen angegangen werden. Für nächstes Jahr nennt das Ministerium für die sächsischen freien Schulen Mehrausgaben von 72 Millionen Euro. 2017 beläuft sich die gesamte Fördersumme dann auf 340 Millionen Euro, also 74 Millionen Euro mehr als bisher geplant. Auch die Gründung freier Schulen wird vereinfacht. Diese kommen jetzt eher in den Genuss voller staatlicher Förderung. Das Interesse am Angebot freier Schulen steigt stetig, sagt Christian Wolf. Aufgrund unterschiedlicher pädagogischer Konzepte können Eltern unter den freien Schulen besser eine für ihr Kind passende finden. "Wir sehen den Bildungsweg ganzheitlich. Bei den meisten Freien lernen die Kinder länger zusammen als auf einer staatlichen Schule", meint Wolf weiter. Die Zahlen bestätigen das. Anfang Mai lagen dem Sächsischen Kultusministerium 13 Anträge zur Gründung von neuen allgemeinbildenden Schulen in nichtstaatlicher Trägerschaft vor. Für Chemnitz laufen derzeit keine diesbezüglichen Anträge, gibt die Sächsische Bildungsagentur Auskunft. Träger können entsprechende Anträge aber noch bis zum 1. Dezember stellen.

Freie Schulen in Chemnitz, an denen das Abitur abgelegt werden kann, sind die Waldorfschule (190 Schüler im letzten Schuljahr), das Evangelische Schulzentrum (80 Schüler im gymnasialen Schulteil) und die Montessori-Schule (35).



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