• Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Händlerin klagt: "Chemnitzer Innenstadt ab 18 Uhr wie leergefegt"

Reihe BLICK unterstützt den Einzelhandel - Heute: Traumdesigner in der Inneren Klosterstraße

An die Masken beim Einkaufen haben wir uns größtenteils gewöhnt. Seit Anfang Oktober gibt es in Chemnitz aber auch Fußgängerzonen, in denen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht ist. Zum Beispiel in der Inneren Klosterstraße, wo das Fachgeschäft Traumdesigner den Chemnitzern nicht nur eine bessere Schlafqualität verspricht.

"Es gibt unter den Besuchern im Laden kaum mehr ein anderes Thema. Alles dreht sich um die aktuelle Corona-Situation", erzählt Inhaberin Annett Schröder. "Der Großteil nimmt das Tragen der Masken aber als gegeben hin, wohl auch in Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Das wollen schließlich alle im Kreise ihrer Liebsten verbringen." Seitdem die Gastronomie Anfang November ihre Türen wieder schließen musste, seien bedeutend weniger Passanten unterwegs. "Tagsüber geht das noch, weil viele Menschen in der Innenstadt arbeiten. Ab 18 Uhr sind die Straßen aber wie leergefegt. Auch Lieferfahrzeuge, die beim ersten Lockdown im März für die Gastronomen unterwegs waren, sehe ich kaum noch. Man hat sich wohl irgendwie mit der Situation arrangiert." Weniger Passanten bedeuten für Annett Schröder natürlich weniger Besucher im Laden. Wie sich der abgesagte Weihnachtsmarkt darüber hinaus auf die Zahlen auswirken wird, müsse sie abwarten. "In der Weihnachtszeit hatte ich immer auch Besucher von außerhalb im Geschäft, die unsere vielen kleinen inhabergeführten Läden in der Chemnitzer Innenstadt schätzen. Das Gesicht vieler Großstädte ist heute geprägt von Ladenketten, die sich immer weiter ausbreiten und den kleinen Geschäften ihren Nährboden nehmen."

Problem Preisdumping

Die schwindende Besucherzahl in der Innenstadt sei aber nicht ausschließlich ein Corona-Phänomen. "Viele Händler schaufeln sich ihr eigenes Grab, weil sie dem Preisdruck nachgeben und Produkte unter dem EVP - also dem von den Herstellern empfohlenen Preis - anbieten. Das geht sogar soweit, dass Elektroketten im Internet billigere Preise aufrufen als in ihren stationären Läden. Wer geht da bitte noch in die Stadt, wenn man das ganze online ein paar Prozent billiger bekommt", fragt Annett Schröder. "Der Anfahrtsweg entfällt, die Ware muss man nicht nach Hause tragen und die Versandkosten gibt's auch oftmals erstattet - bequemer geht es kaum."

Regional online bestellen

Doch Annett Schröder wirkt nicht verbittert, im Gegenteil. Sie glaubt daran, dass es noch genug Menschen gibt, die qualitativ hochwertige Produkte und eine fachkundige Beratung im Geschäft zu schätzen wissen. "Wie heißt es so schön: Wer billig kauft, kauft zweimal. Das kennen viele aus Erfahrung. Aber es wäre doch schön, wenn man nur einmal in die Tasche greifen muss", schmunzelt sie. Auch wenn sie keinen klassischen Online-Shop führt, könne man sich in diesen besonderen Zeiten über den Kontakt auf ihrer Homepage bei ihr melden und die gewünschten Produkte nach Hause schicken lassen. Unter www.traumdesigner.eu gibt es eine Auswahl der Traumdesigner-Produkte. Dazu zählen neben namhaften Herstellern wie Stricker Wasserbetten und Zirbenfamilie auch skandinavische Wohnaccessoires, hochwertige Küchenutensilien sowie Wein, Feinkost und ausgewählte Spirituosen.