Hartensteiner Handwerker bei Weltmeisterschaft

Handwerk Lukas Heyn kehrt mit Exzellenz-Medaille von den World Skills zurück

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Zwei Medaillen belegen den Erfolg von Lukas Heyn und seinem Trainer André Schnabel. Foto: Rico Hinkel

"Der äußerst professionelle Umgang mit Material und Werkzeug, kombiniert mit absoluter Genauigkeit und einem geschickten Zeitmanagement - damit heben sich Top-Talente vom durchschnittlichen Handwerker ab", sagt André Schnabel. Der Bundestrainer für Sanitär und Heizung muss es wissen, schließlich begleitet er seit Jahren erfolgreich die Besten ihres Berufes zu den World Skills, der Weltmeisterschaft in den Handwerksberufen.

Material stand nicht pünktlich zur Verfügung

Auch beim Hartensteiner Nachwuchstalent Lukas Heyn, den er in den letzten Monaten für die WM in Abu Dhabi fit machte (BLICK berichtete), hatte er einmal mehr den richtigen Riecher. Schon bei einem Turnier in China räumte der 22-jährige Anlagenmechaniker in diesem Jahr Gold ab.

"Bei der Weltmeisterschaft hat es aber nicht ganz für eine vordere Platzierung gereicht", so Schnabel, der den kürzlich ausgetragenen Wettbewerb ein wenig chaotisch in Erinnerung behalten wird. "Wir mussten viel improvisieren, unter anderem weil Material nicht pünktlich zur Verfügung stand. Am Ende scheiterte der WM-Titel an einer Verschraubung, an der wir im Vorfeld nicht trainieren konnten."

Viele Erfahrungen gesammelt

Nichtsdestotrotz schaffte es Lukas Heyn, der im Hartensteiner Familienbetrieb arbeitet, auf den neunten Platz von 29 Teilnehmern in seinem Beruf. Für mehr als 700 erreichte Punkte gab es sogar eine Exzellenz-Medaille dazu. Heyn: "Die vielen Monate der Vorbereitung und der Austausch mit Teilnehmern aus anderen Ländern waren eine grandiose Erfahrung. Ich konnte in Sachen Organisation und Planung enorm viel lernen. Das möchte ich in Zukunft an andere Lehrlinge weitergeben." Schon bei den kommenden Deutschen Meisterschaften hat er als Experte im Bewertungsteam Gelegenheit dazu. Zuvor steht allerdings ein anderes Ziel ganz oben auf seiner Agenda: der Meistertitel.