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Chemnitz

Heyms Bibliothek im Tietz

Schenkung Witwe des Ehrenbürgers schenkt der Stadt bis zu 3.000 Bücher

Chemnitz erhält die Bücher der privaten Arbeitsbibliothek seines 2001 verstorbenen Ehrenbürgers Stefan Heym. Dies habe die Stadt mit der Witwe Inge Heym verabredet. Neben bis zu 3.000 Büchern, darunter zahlreiche Ausgaben mit Widmungen von Schriftstellerkollegen, aber auch Übersetzungen der Heym-Werke, soll die Stadt auch einige der Möbelstücke aus der Bibliothek erhalten. Die Übertragung der Bücher und Gegenstände aus Privatbesitz an die Stadt soll in Form einer Schenkung erfolgen. Der Stadtrat muss in seiner nächsten Sitzung darüber entscheiden, ob die Stadt die Schenkung annimmt.

Arbeitsplätze in der neuen Ausstellung

"Durch die Gründung und die Arbeit der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft ist die Verbindung zu Inge Heym sehr stark gewachsen", erläuterte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, wie die Verabredung zustande kam. Die Bücher sollen in einem eigenen Bereich im Kulturkaufhaus Tietz präsentiert werden. Dafür soll der ehemalige Gastronomiebereich im dritten Obergeschoss umgebaut werden. Einerseits ist eine Ausstellung der Bibliothek in einem hinter Glas abgetrennten Bereich vorgesehen.

Inmitten der Heym-Bücher soll es aber auch Arbeitsplätze geben: "Wir wollen nicht nur eine museale Darstellung, wir wollen, dass an den Büchern geforscht werden kann", so Ludwig. Dazu plane man mit der TU Chemnitz die Einwerbung von Drittmitteln, um die Bibliothek zumindest zeitweise betreuen zu können. Daneben sind auch ein kleinerer Konferenzbereich, die Vorstellung der von der Stadt gekürten Stefan-Heym-Preisträger und audiovisuelle Präsentationen mit Interviews mit Inge Heym geplant. Für den Umbau sind 100.000 Euro im Haushalt vorgesehen, über die der Stadtrat ebenfalls noch abstimmen muss.