Himmelblaue holen bei Oswalds Heimpremiere einen Punkt

Der Chemnitzer FC und der FC Eilenburg haben sich am Gründonnerstag die Punkte beim 1:1 vor 746 Zuschauern im „Ilburg-Stadion“ leistungsgerecht geteilt. Beim CFC gab es einen Premierenkapitän sowie einen Traumtorschützen. Dazu standen zwei Ex-Eilenburger in der Startformation.

Eilenburg

Einigkeit auf der Pressekonferenz nach dem Spiel: „Wir haben einen wichtigen Punkt geholt – und der ist für die Moral“, bewertete der neue Eilenburger Trainer Carsten Oswald – seit mittlerweile drei Spielen im Amt – das Remis bei seiner Heimspielpremiere. CFC-Trainer Benjamin Duda sah „eine stabile, seriöse erste“ und dann „eine passive zweite Halbzeit“ seiner Schützlinge, zeigte sich ob der personellen Spielerdecke – es fehlten sechs potenzielle Stammspieler – sowie in Anbetracht des Spielverlaufs – der CFC geriet in Rückstand – mit der Punkteteilung zufrieden.

Capitano Nummer 4

Mit Tobias Müller steht aktuell der CFC-Kapitän nicht zur Verfügung – und mit Dejan Bozic und Niclas Erlbeck fehlen weiterhin auch die beiden Ersatzkapitäne. Aus diesem Grund trug Tom Baumgart erstmalig in dieser Saison in einem Ligaspiel die Kapitänsbinde für die Himmelblauen: „In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel im Griff, viele hohe Ballgewinne und mehrere gute Torchancen, in der zweiten Halbzeit ist uns das ein Stück weit abhandengekommen“, sagte der 26-jährige Rechtsverteidiger zu dem „erwartet schweren Auswärtsspiel“ und verwies auf die Heimsiege des FCE gegen den FSV Zwickau, den FC Carl-Zeiss Jena oder jüngst das fulminante 5:1 gegen den ZFC Meuselwitz.

CFC-Angreifer Marx: „Wir hätten uns belohnen müssen.“

„Eilenburg ist ein Standort, wo sehr familiär und sehr fleißig gearbeitet wird“, lobte Duda die Arbeit, die beim Gegner seit Jahren geleistet wird. Mit Anton Rücker und Jonas Marx standen zwei ehemalige FCE-Kicker in der Startformation der Himmelblauen – und in der ersten Halbzeit besonders „Marxer“ im Mittelpunkt, dem trotz mehrerer guter Gelegenheiten sein viertes Saisontor nicht glücken wollte. „Wir kommen gut rein, machen es gut. Dann lasse ich eine 100-prozentige liegen. Da muss ich etwas eigensinniger sein, den einfach selber machen“, ärgerte sich der 21-jährige Angreifer über die Möglichkeit in der achten Minute, als er sich für den Pass zum mitgelaufenen Aaron Mensah entschied, der jedoch im letzten Moment vom Eilenburger Verteidiger Lukas Griebsch abgelaufen werden konnte. In der Folgezeit kam Marx zu weiteren Abschlüssen: „Wir müssen uns da unbedingt belohnen, stattdessen geraten wir aus dem Nichts in Rückstand.“

Niemitz aus dem Nichts & Alberico von der Eckfahne

In der 35. Minute gingen engagierte und eklige Eilenburger durch ihren besten Torschützen Marcus Niemitz, welcher sich gegen CFC-Kapitän Baumgart zu behaupten wusste, in Führung. Nach dieser „klasse Einzelaktion“ zeigten die Himmelblauen die richtige Reaktion und machten bereits sechs Zeigerumdrehungen später durch Domenico Alberico „den unmöglichsten und schwersten Treffer zum 1:1“. Der 27-jährige Offensivspieler schlenzte den Ball in die lange Ecke und sagte zu seinem sehenswerten vierten Saisontor: „Ich wollte ihn auf den langen Pfosten bringen. Dass er so reingeht, war sicherlich glücklich, aber freut mich trotzdem ungemein.“

Ungenutzte Top-Chancen auf beiden Seiten besiegeln 1:1

In der zweiten Halbzeit hatten sowohl der FCE als auch der CFC zwei Top-Chancen. Doch weder Jeronimo Mattmüller und Niemitz noch der eingewechselte Artur Mergel und Alberico konnten den jeweiligen Schlussmann überwinden. „Wir hatten in beiden Halbzeiten gute Chancen, am Ende sind wir enttäuscht, dass es nur ein Punkt geworden ist“, gab Innenverteidiger Felix Müller zu Protokoll. Damit haben sich beide Vereine bei den letzten drei Aufeinandertreffen jeweils die Punkte geteilt.

Für den Chemnitzer FC geht es am kommenden Mittwoch, dem 08. April, um 17 Uhr beim BFC Preussen weiter. Der FC Eilenburg ist am Samstag, dem 11. April, beim FSV 63 Luckenwalde im Einsatz.

Sachsenpokal-Halbfinale unter Flutlicht

Der „Sächsische Fussballverband“ (SFV) und der „Nordostdeutsche Fussballverband“ (NOFV) haben unter der Woche finale Ansetzungen bekanntgegeben. So steigt am Mittwoch, dem 22. April, das Halbfinale im „Wernesgrüner Sachsenpokal“ zwischen dem Chemnitzer FC und dem FC Erzgebirge Aue. Anstoß im „eins-Stadion – An der Gellertstraße“ ist um 20:30 Uhr. „Das Interesse am Bezirksderby ist schon jetzt riesengroß. Wir gehen davon aus, vor einer sehr großen Kulisse zu spielen und ein echtes Fußballfest für die gesamte Region zu erleben“, sagte CFC-Geschäftsführer Tommy Haeder.

Saison-Finale in der Regionalliga-Nordost terminiert

Sowohl das Heimspiel gegen den ZFC Meuselwitz (26. April) als auch das Auswärtsspiel bei der VSG Altglienicke (03. Mai) bestreiten die Himmelblauen sonntags um 14 Uhr. Das Bezirksderby am 33. Spieltag gegen den FSV Zwickau (09. Mai) wird wiederum um 16 Uhr im „eins-Stadion – An der Gellertstraße“ angepfiffen und vom „Mitteldeutschen Rundfunk“ (MDR) übertragen. Die Saison beendet der Chemnitzer FC beim BFC Dynamo (16. Mai), wo im altehrwürdigen „Sportforum Hohenschönhausen“ um 14 Uhr der Anpfiff ertönt.

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