Himmelblauen fahren 1:6 Niederlage ein

Fussball Chemnitz geht in Osnabrück unter

Der CFC hat gegen Osnabrück stark zu kämpfen. Foto: Dominic Falke

Osnabrück/Chemnitz. Mit einer schweren Hypothek ist Fussball-Drittligist Chemnitzer FC von seinem Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück zurückgekehrt. Beim unmittelbaren Tabellennachbarn bekam die Elf von Trainer David Bergner die Hütte richtig voll und verlor 1:6 (0:1). Damit bleibt Chemnitz in der 3. Fußball-Liga nicht nur auf einem Abstiegsplatz kleben, sondern hat auf den ersten Nichtabstiegsplatz, den aktuell Osnabrück belegt, sechs Zähler Rückstand.

"Meine Mannschaft hat die ersten 30 Minuten das Konzept völlig richtig umgesetzt. Da hatte es Osnabrück durchaus nicht leicht. Doch die zweite Halbzeit war dann von uns nicht drittligareif, insbesondere die Viererkette hat nicht funktioniert", analysierte Bergner.

Hoffmann muss ins Krankenhaus

Bergner schickte genau die gleiche Elf wie in der Vorwoche auf den Rasen. In der 17. Minute hätte der CFC in Führung gehen müssen. Dennis Grote schickte Myroslav Slavov auf die Reise, doch der schob den Ball knapp am Pfosten vorbei. In der 22. Minute kämpften Marcus Hoffmann und Dennis Grote mit dem VfL- Akteur Sebastian Klaas um den Ball. Der Osnabrücker kam in dieser Situation zu Fall, der Schiedsrichter erkannte auf Foul und gab für die Platzherren einen zweifelhaften Elfmeter.

Marcos Alvarez versenkte das Spielgerät zum 1:0 für die Gastgeber. Dann kam es für die Himmelblauen noch dicker. Marcus Hoffmann verletzte sich an der Schulter und wurde in der 26. Minute durch Laurin von Piechowski ersetzt. Hoffmann hatte sich bei einem Zweikampf die Schulter ausgekugelt. Der Neuzugang wurde im Krankenhaus behandelt, konnte aber die Rückfahrt nach Chemnitz mit antreten. Weitere Untersuchungen sollen Klarheit bringen, wie lange Hoffmann ausfällt. Immerhin gelang es dem CFC, bis zur Pause einen zweiten Treffer zu verhindern.

Völlig neben der Spur

Im zweiten Durchgang brach es dann über die Himmelblauen hinein. In der 57. Minute umkurvte Marc Heider die Chemnitzer Abwehrspieler wie Slalomstangen, drang so in den Strafraum ein und ließ Kevin Tittel im Chemnitzer Kasten keine Chance. Es hieß 2:0 für Osnabrück. Wiederum fünf Minuten später mussten die Chemnitzer den Ball zum dritten Mal aus dem Netz holen . Jules Reimerinik konnte völlig unbedrängt zum 3:0 vollenden. Nun waren die Spieler von David Bergner völlig von der Kette und nicht ansatzweise in der Lage, das 4:0 durch Tim Danneberg zu verhindern. Nun flog den Himmelblauen alles um die Ohren , denn in der 69. Minute kassierten sie den 5. Gegentreffer.

Dass Tom Baumgart in der 79. Minute das 1:5 erzielte, polierte nur die eigen Bilanz des 20-Jährigen auf, denn es war sein dritter Treffer im dritten Spiel in Folge. Der eingewechselte Kamer Krasniqi stürzte Chemnitz dann endgültig in den Liga-Abgrund , in dem er drei Minuten vor dem Abpfiff das halbe Dutzend für die Hausherren voll machte.