Himmelblaues Eigengewächs avanciert zum Torjäger

FUSSBALL Chemnitzer FC muss am Sonntag im Karlsruher Wildpark antreten

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Vor dreieinhalb Jahren saß Tom Baumgart verletzt auf der Tribüne des alten Stadions an der Gellertstraße. Nun ist er Stammspieler bei den Himmelblauen. Foto: Knut Berger/Archiv

Optimismus hat Tom Baumgart schon immer versprüht. Es war im Sommer 2014, als der damalige B-Junior des Chemnitzer FC an Krücken und einem Gipsfuß auf der Tribüne des alten Stadions an der Gellertstraße Platz nahm. Statt über seinen gesundheitlichen Zustand zu klagen, teilt er ganz bestimmt mit, einmal Profi im Team des CFC werden zu wollen. Im Februar 2018 hat er dieses Ziel nicht nur erreicht, sondern das 20-Jährige Eigengewächs avanciert bei den Himmelblauen zum Leistungsträger. Beim 2:1 (1:1)-Heimsieg des CFC gegen die Spielvereinigung Unterhaching erzielte er das Siegtor.

"Keine Ahnung, was mit mir los ist"

"Ich habe nun zum vierten Mal in Folge getroffen. Keine Ahnung, was mit mir los ist. Das wir gewonnen haben, war so wichtig für die Köpfe. Wir wollten nach dem schlechten Spiel der Vorwoche den Fans auf jeden Fall etwas bieten. Ich glaube, das ist uns auch gelungen", sagte der Muldaer. "Dass Tom seine Qualitäten hat, wissen wir alle. Das er sie jetzt auch zum Tragen bringt, hat nichts mit mir zu tun", sagte der Chemnitzer Cheftrainer David Bergner. "Wir haben miteinander geredet und ich habe ihm das Vertrauen geschenkt", erklärte der Coach. Grundsätzlich war der Sieg gegen die Rand-Münchner gut für das Selbstvertrauen, doch der harte Abstiegskampf geht weiter. Denn mit 22 Zählern belegt der CFC weiterhin einen Abstiegsplatz.

Mammutaufgabe Karlsruher SC vor der Brust

Am kommenden Sonntag reisen die Himmelblauen zum Karlsruher SC. "Der KSC hat gefühlt 30 Jahre zu Hause nicht verloren. Dort müssen wir wieder an die Grenzen gehen, um etwas mitnehmen zu können", sagte Bergner. Zwar solle sein Team das Gefühl des Sieges gegen Unterhaching in dieser Woche noch genießen. "Doch ich muss auch warnen. Nach Osnabrück sind wir auch mit dem Gefühl eines 1:0-Sieges gegen Jena gereist und haben dort mit 1:6 verloren", sagte Bergner.