Höhere Honorare für Sachsens Notarztdienste

Gelder Notärzte verdienen seit 1. Januar zehn Prozent mehr

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Foto: Dutko/Getty Images/iStockphoto

Sachsens Notarztdienste verdienen seit dem 1. Januar rund zehn Prozent mehr. Diese Vereinbarung wurde von den gesetzlichen Krankenkassen und der Arbeitsgemeinschaft Sächsischer Notärzte e. V. (AGSN) getroffen.

"Die sächsischen Notärzte geben einen beträchtlichen Teil ihrer Freizeit, um rund um die Uhr schnelle Hilfe in lebensbedrohlichen Situationen zu leisten", sagte Silke Heinke, Leiterin der Landesvertretung Sachsen des Verbandes der Ersatzkassen. "Wir wissen diesen Einsatz zu schätzen und wollen das auch honorieren."

Lückenlose Versorgung als primäres Ziel

Sven Spenke, Vorsitzender der AGSN, betonte: "Das Ziel bleibt weiterhin eine möglichst lückenlose notärztliche Versorgung der sächsischen Bevölkerung. Neben der angemessenen Honorierung besteht aber bei einigen wichtigen Rahmenbedingungen noch dringender Handlungsbedarf. Auch die sinnvolle Verzahnung mit dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst muss verbessert werden."

Die Teilnahme an Notarztdiensten erfolgt in Sachsen auf freiwilliger Basis. Die überwiegende Anzahl der Notärzte erbringt die Dienste neben ihrer beruflichen Tätigkeit in Klinik oder Praxis. Die Vergütungserhöhung zu Jahresbeginn kommt allen Notärzten, insbesondere aber den in einsatzschwachen, ländlichen Gebieten Tätigen zugute, um vor allem dort die Sicherstellung zu verbessern. Die Krankenkassen zahlen für die jährlich etwa 170.000 notärztlichen Einsätze im Freistaat rund 23 Millionen Euro.