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Holz-Hai veranschaulicht Erdgeschichte

Holzarbeit Modell ab sofort im Museum für Naturkunde zu sehen

Das Chemnitzer Museums für Naturkunde steht für die Verbindung von naturkundlicher Forschung und breit gefächerter Wissensvermittlung. Um letzteres anschaulich zu unterstützen, hat der regionale Holzkünstler Robby Schubert ein ein lebensgroßes Modell des Einstachelhais Xenacanthus sowie des dazugehörigen Röhrichts mit drei Hai-Eiern angefertigt - ab sofort zu bestaunen im "Erlebnisraum Museum".

Taktile Holzmodelle

Darüber hinaus sind dazugehörige taktile Holzmodelle entstanden, die in der Veranstaltung "Naturgefühle" für Menschen mit schwerer körperlicher Beeinträchtigung eingesetzt werden. Die Holzmodelle erweitern das Verständnis über die Lebensweise dieser Meerestiere und bieten durch die taktile Ebene nicht nur Menschen mit Beeinträchtigung eine besondere museale Erfahrung.

Bezug zu Chemnitzer Fossilfunden

Die entstandenen Holzmodelle nehmen Bezug auf Chemnitzer Fossilfunde aus dem Karbon vor 330 Millionen Jahren. Der fossile Haistachel und mehrere fossile Eikapseln wurden beim Bau der Autobahnanschlussstelle Chemnitz-Glösa gefunden. Die Einstachelhaie legten in geschützten Uferbereichen der Flussarme Eikapseln im Röhricht ab, die als Fossil erhalten blieben.

Robby Schubert empfand die Arbeit am Haikörper selbst als sehr spannend, besonders die Hai-Eier stellten eine Herausforderung dar: "Es ist Fakt, dass mich die Eier beeindruckt haben. Ich finde, dieses filigrane Wunder der Form bei Haien steht im starken Kontrast zum klassischen Hühnerei."

Unterstützung von Wissenschaftlern

Um dieses filigrane Wunder besser zu verstehen, vermittelte das Museum für Naturkunde Chemnitz den Kontakt zwischen dem Holzkünstler und den Wissenschaftlern Jörg Schneider von der TU Bergakademie Freiberg sowie Jan Fischer vom Urweltmuseum GEOSKOP. Denn zum Zeitpunkt der holzbildnerischen Arbeit existierte keine wissenschaftliche Publikation über die 3D-Anatomie des Haikörpers und der Eier. Hinweis: Jeweils zum ersten Freitag im Monat ist der Eintritt in das Museum kostenfrei. Der nächste "freie" Freitag ist der 4. Februar.

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