Hotel-Schließung jetzt offiziell: Traditionshaus schließt in wenigen Tagen

Wahrzeichen der Stadt Chemnitz schließt

Chemnitz

Nachdem aus einer offiziellen Pressemitteilung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) vom Mittwoch (21. Januar)  bekannt wurde, dass das traditionsreiche Congress Hotel in Chemnitz offenbar geschlossen werden soll, gibt es nun ein Update.

Nun gibt es ein Update 

Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur habe die Geschäftsführung entschieden, den Betrieb zum 31. Januar 2026 einzustellen, informierte ein Sprecher der GCH Hotel-Gruppe auf Anfrage der dpa. Zu den Gründen wurden nichts gesagt. "Derzeit können hierzu keine weiteren Angaben gemacht werden. Zu Spekulationen äußern wir uns nicht."

2024 wurde 50-jähriges Bestehen gefeiert

Derzeit arbeiten knapp 40 Menschen im Hotel, 7 davon Ausbildende, teilt die Gewerkschaft mit. Erst 2024 feierte das zu DDR-Zeiten als Interhotel errichtete Haus sein 50-jähriges Jubiläum. Das Hotel wurde 1974 als Interhotel "Kongreß" eröffnet und ist mit einer Höhe von 97 Metern das höchste Gebäude in Chemnitz. Nach der Wende übernahm die französische Hotelkette Accor das Haus, das bis 2017 als Mercure Hotel betrieben wurde.

Wahrzeichen der Stadt

2018 wechselte das Hotel zur Dorint-Kette. Ende 2023 übernahm die GCH Hotel Group das Haus und beauftragte die Maya Hotel Operations mit dem Betrieb. Eigentümer des Gebäudes ist das Finanz- und Immobilienunternehmen Aroundtown SA, das in Deutschland zu den größten Gewerbeimmobilienunternehmen zählt.

Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisiert dieses Vorhaben

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisiert dieses Vorhaben: "Die Entscheidung des Betreibers, das Hotel zu schließen, ist ein Arschtritt für die Beschäftigten", sagt Thomas Lißner von der NGG Dresden-Chemnitz. Er kritisiert: "Die Maya Hotel Operations hat das Jahr der Kulturhauptstadt noch mitgenommen. Das Congress Hotel war komplett ausgebucht, das Personal arbeitete monatelang am Anschlag mit enormen Überstunden. Jetzt heißt es einfach Tschüss und das Haus und die Beschäftigten stehen vor einer ungewissen Zukunft. Das ist eiskaltes Geschäftsgebaren."

Forderung nach Perspektive für Beschäftigte

Die Gewerkschaft kündigt an, zusammen mit der Belegschaft, um eine Zukunft des Hauses und der Arbeitsplätze zu kämpfen.

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