Hund und Katz aus Holz

Hobby Nachwuchs trifft sich donnerstags im Schnitzverein

Fröhlich geht es im Schnitzverein Grüna immer zu. Jeden Donnerstag wird nachmittags die Stimmung noch ein bisschen ausgelassener, wenn der Grünaer Nachwuchs sich im Umgang mit Holz und Schnitzwerkzeugen übt. Was heißt Üben? "Wird das eine Kuh", fragt der Mensch von der Zeitung. "Mann, das ist doch keine Kuh", gibt sich Lukas belustigt, "das ist ein Hund, das sieht man doch." Der Zehnjährige hält eine Vorlage aus Karton hoch. Stimmt, und viel besser bekäme das ein Bildhauer wohl auch nicht hin, muss der Reporter zugeben. Celina ist mit ihrer Katze schon beinahe fertig. Die Zwölfjährige ist derzeit das einzige Mädchen in der Gruppe. "Wenn sie Interesse haben, sind die Kinder etwa ab 10 Jahren bei uns willkommen", sagt Heinz Müller, Leiter der Kinder- und Jugendschnitzgruppe. Gemeinsam mit Günter Korb betreut er die Nachwuchsschnitzer, gibt Anleitung und Hilfe. Celina hat schon ein neues Stück Holz in Arbeit. Das muss erst mal mit der Schraubzwinge am Tisch fixiert werden, Heinz Müller hilft. Wie man als Mädchen zum Schnitzen kommt? "Ich hab vor paar Jahren mal jemandem beim Drechseln zugesehen", erzählt Celina, "und wollte das gern mal probieren". Der Schnitzverein verfügt zwar auch über eine Drechselbank. "An die Maschinen können wir die Kinder aber nicht lassen", erklärt Heinz Müller. So landete Celina bei den Schnitzern und ist schon fast drei Jahre mit Begeisterung bei der Sache. Außerdem, so eine Katze wäre auf einer Drechselbank gar nicht zustande gekommen, höchstens ein kleiner Räuchermann, und den bekommt man auf jedem Weihnachtsmarkt. Dagegen ist die Katze schon richtig Kunst, der Hund von Lukas übrigens auch. Arbeiten der Grünaer Kinder - und Jugendschnitzgruppe können ebenso wie die der anderen Gruppen des Schnitzvereins im Folklorenhof bewundert und bestaunt werden und zwar in der Weihnachtsausstellung, die noch bis zum 13. Dezember, dem 3. Adventssonntag, geöffnet ist.