Ihr neuer Traum vom Sport: Chemnitzerin wünscht sich einen eigenen Sportrollstuhl

Seit ihrer Geburt sitzt Andrea im Rollstuhl – jetzt möchte die Chemnitzerin endlich selbst aktiv werden. Doch ohne die passende Ausstattung bleibt der Start unmöglich. Zwar hat sie ein Liege-Handbike – doch in ihr brennt ein neuer Wunsch, der wächst und verwirklicht werden möchte...

Chemnitz

Der Tag von Andrea Moerbe beginnt früh. Aufstehen, Aufgaben erledigen, den Alltag strukturieren. Und am Nachmittag gehört die Zeit dem, was ihr besonders wichtig ist: Bewegung.

Sport spielt im Leben der Chemnitzerin eine große Rolle. Er bedeutet Ausgleich. Kraft. Selbstbestimmung.

Doch während andere einfach loslegen können, steht sie vor einer Hürde, die nichts mit Motivation zu tun hat.

Wenn der Rollstuhl nicht für Bewegung gemacht ist

Seit ihrer Geburt ist Andrea auf einen Rollstuhl angewiesen. Das Modell, das sie aktuell nutzt, ist für den Alltag gedacht – nicht für sportliche Belastung.

Er ist zu klein. Nicht stabil genug. Und vor allem: nicht für Sport geeignet.

Da kann ich keinen Rollstuhlsport machen“, sagt sie nüchtern. Zwar hat sie ein Liege-Handbike. Doch verfolgt sie nun einen neuen Traum.

Was sie braucht, ist ein speziell angepasster Sportrollstuhl. Ein Modell, das leichter ist, stabiler, auf ihren Körper zugeschnitten. Entwickelt für Tempo, Wendigkeit und Belastung. Für Training. Für Entwicklung.

Erst die Grundlage – dann die Ziele

Konkrete sportliche Ziele hat sie noch nicht formuliert. Wie auch – ohne die Möglichkeit zu trainieren?

„Das wird alles geplant, wenn der Sportrollstuhl da ist.“

Es geht ihr nicht um große Versprechen oder Medaillen. Es geht um die Chance, überhaupt anfangen zu können. Sich auszuprobieren. Eigene Stärken zu entdecken.

„Auch behinderte Sportler bringen ihre Leistung“

Was sie sich wünscht, formuliert sie klar:

„Ich würde mir von den gesunden Leuten wünschen, dass sie sehen, dass auch behinderte Sportler ihre Leistung bringen.“

In diesem Satz steckt viel.

Sport bedeutet Disziplin. Ehrgeiz. Training. Und das gilt unabhängig davon, ob jemand läuft – oder rollt.

Warum sie auf Unterstützung angewiesen ist

Ein individuell angepasster Sportrollstuhl kostet rund 13.000 Euro. Die Krankenkasse übernimmt diese Anschaffung nicht, da sie nicht als medizinisch notwendig gilt.

Für die Chemnitzerin ist klar: Allein ist diese Summe kaum zu stemmen. Deshalb sucht sie Menschen, die sie auf ihrem Weg unterstützen möchten.

Nicht für Luxus. Nicht für Bequemlichkeit. Sondern für die Möglichkeit, Sport zu treiben.

Der Wunsch, endlich starten zu dürfen

Noch sitzt sie in einem Rollstuhl, der für den Alltag gemacht ist. Doch ihr Blick geht weiter.

Sie möchte sich bewegen. Sich fordern. Und zeigen, was in ihr steckt.

Manchmal beginnt ein sportlicher Weg nicht mit einem Wettkampf – sondern mit der richtigen Voraussetzung.

Und genau auf diesen Start hofft die Chemnitzerin jetzt. Wer sie gern bei ihrem Traum unterstützen mag, kann das hier.

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