Im eisigen Klammergriff des Winters

Wetter Schneefälle sorgen in Chemnitz für erhebliche Verkehrsbehinderungen

Schnee und Eis haben Chemnitz seit der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fest im Griff. Doch was der Atmosphäre auf dem Weihnachtsmarkt zuträglich ist, sorgt anderswo, nämlich im Straßenverkehr, für reichlich Verdruss. So registrierte die Polizeidirektion alleine am Donnerstag innerhalb ihres Direktionsbereiches 218 Verkehrsunfälle. 100 Mal wurden die Beamten zudem zur Gefahrenabwehr gerufen, hauptsächlich infolge umgestürzter oder vom Schneebruch bedrohter Bäume.

Das war auch auf dem Gebiet der Stadt Chemnitz selbst der Fall. Hier fällte die Feuerwehr am Donnerstag eine Eiche an der Leipziger Straße fällen, die infolge dessen für mehrere Stunden gesperrt werden musste. Auf den Buslinien 53 und 43 stockte der Verkehr ab dem späten Nachmittag ebenfalls - Teile von Einsiedel sowie das Adelsberger Wohngebiet am Schösserholz waren mit dem öffentlichen Nahverkehr nicht mehr erreichbar. Noch bis Redaktionsschluss außer Betrieb war zudem gestern die Straßenbahntrasse zwischen den Haltestellen Morgenleite und Hutholz. "Dort hat der Schnee Äste gegen die Oberleitungen gedrückt. Die Linien vier und fünf fahren von der Stadt aus dadurch nur bis zur Haltestelle Morgenleite.", sagt CVAG-Sprecher Stefan Tschök, der den aktuellen Wintereinbruch aber "für eine ganz normale Sache hält".

Der Winterdienst des ASR ist laut Unternehmenssprecherin Beate Bodnár seit Donnerstagmorgen vier Uhr durchgängig im Einsatz. Mittlerweile habe man Primär- und Sekundärstraßen vollständig beräumt und könne sich nun um Straßen der dritten Kategorie kümmern. Wie erstmals im Vorjahr wird der ASR in Sachen Winterdienst erneut durch private Firmen unterstützt, die hauptsächlich am Nachmittag fahren.