Im neuen Jahr: Entlastung für Familien

Steuer Einige Neuregelungen beschlossen

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Arbeitnehmer und Familien werden im neuen Jahr steuerlich entlastet. Foto: Rico Hinkel/Archiv

Mit dem neuen Jahr haben sich auch verschiedene steuerliche Regelungen verändert. Arbeitnehmer und Familien werden dadurch entlastet. Zum einen steigt der Grundfreibetrag von 9.000 Euro auf 9.168 Euro. Zum anderen wird die inflationsbedingte kalte Progression für alle Steuerzahler ausgeglichen. Die Freibeträge für Kinder steigen für das Jahr 2019 um 192 Euro auf 7.620 Euro.

Eltern erhalten zudem ab Juli 2019 für jedes Kind 10 Euro mehr Kindergeld. Der Höchstbetrag für die steuerliche Berücksichtigung von Unterhaltsleistungen an andere unterhaltsberechtigte Personen erhöht sich - wie der Grundfreibetrag - auf 9.168 Euro.

Vergünstigung für Arbeitnehmer

Für Arbeitnehmer, die öffentliche Verkehrsmittel für den Arbeitsweg nutzen und vom Arbeitgeber dafür Zuschüsse erhalten, gibt es eine Vergünstigung: Seit dem 1. Januar sind Zuschüsse für diese Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte steuerfrei. Sie werden allerdings auf die Entfernungspauschale angerechnet, damit kein übermäßiger Vorteil gegenüber den Arbeitnehmern eintritt, die solche Aufwendungen selbst tragen.

Gleiches gilt, wenn der Arbeitgeber für die Fahrten ein sogenanntes Job-Ticket zusätzlich zur Verfügung stellt. Der Zuschuss oder das Ticket dürfen ohne steuerliche Folgen übrigens auch zur privaten Nutzung im öffentlichen Personennahverkehr gewährt werden. Bei allgemeinen Fragen zu den gesetzlichen Änderungen gibt das Info-Telefon der sächsischen Finanzämter Auskunft. Es ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr und freitags Freitag von 8 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 0351/7999 7888 erreichbar.

Geänderte Abgabefrist

Künftig gibt es mehr Zeit für die Abgabe der Einkommensteuererklärung. Für die Erklärung 2018 endet die gesetzliche Abgabefrist nicht wie in der Vergangenheit am 31. Mai, sondern erst am 31. Juli 2019. Wird ein Steuerberater mit der Erstellung beauftragt, muss die Steuererklärung 2018 sogar erst bis zum 29. Februar 2020 eingereicht werden.

Der Steuererklärung brauchen grundsätzlich keine Belege mehr beigefügt werden. Rechnungen, Spendenquittungen oder Steuerbescheinigungen bleiben zwar weiterhin Voraussetzung für Steuerermäßigungen. Die Finanzämter fordern Nachweise jedoch nur bei Bedarf an. Die Belege sind deshalb sorgfältig aufzubewahren.