Im stählernen Herz des Glockenspiels

Einblick Zum Zehnjährigen können Interessierte am Mittwoch den Maschinenraum besichtigen

Dreimal täglich richten sich die Blicke von Passanten auf zum Turm des Alten Chemnitzer Rathauses. Seit zehn Jahren drehen sich dort Benediktinermönch, Türmer, Weber, Kaufmann, Gießer und Trümmerfrau zu den Melodien des stadtgeschichtlichen figürlichen Glockenspiels. "Anlässlich seines Geburtstages am 31. Oktober haben Chemnitzer und Gäste der Stadt die einmalige Möglichkeit, den Maschinenraum im Alten Rathaus zu besichtigen", kündigt Reiner Gehlhar, Leiter der Protokollabteilung im Rathaus, an. "Die Chemnitzer Türmer Stefan Weber und Alexander Albrecht stehen am Mittwoch um 15.30 Uhr für Erklärungen zum Herz des Glockenspiels bereit." Treffpunkt ist an der Marktseite des Alten Rathauses am Judith-Lukretia-Portal. Anschließend geben Heinz Skala und Klaus Kallmer, die Initiatoren des figürlichen Glockenspiels, ab 17 Uhr in den Marktstuben des Ratskellers einen Rückblick auf die Jahre vom Beginn 1997 bis zur Einweihung 2002. Reiner Gehlhar: "Die Umstellung des Glockenspiel-Repertoires erfolgt übrigens stets zum kalendarischen Wechsel der Jahreszeit sowie in der Weihnachtszeit. Insgesamt sind mehr als 60 Liedfolgen in den Gruppen Frühlings-, Sommer-, Herbst-, Weihnachts- und Winterlieder in der Mikroelektronik-Steuerungsanlage gespeichert." Die Figuren des Glockspiels symbolisieren Chemnitzer Geschichtsetappen und wurden von Bildhauer Johannes Schulze aus Plauen geschaffen. Im Juni 2004 ging das Figürliche Glockenspiel als Schenkung ins Eigentum der Stadt Chemnitz über.