Im Wald läuft die Schadensbeseitigung auf Hochtouren

Umwelt Schadinsekten verschärfen Situation

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Foto: Thomas Schmotz

Nach den beiden Stürmen "Herwart" und "Friederike" laufen in Sachsen die Aufräumarbeiten derzeit auf vollen Touren. Bisher wurden im Landeswald rund 320.000 Festmeter Sturmholz aufgearbeitet. Hinzu kommen im Privat- und Körperschaftswald geschätzte 100.000 bis 150.000 Festmeter.

Über 11.000 Luftaufnahmen zeigen die Stumschäden

Zur Unterstützung der Privat- und Kommunalwaldbesitzer wurden vom Staatsbetrieb Sachsenforst zwischenzeitlich neben Einzelberatungen auch regionale Informationsveranstaltungen durchgeführt. Zudem wurden die vom Sturm "Friederike" besonders betroffenen Regionen der Forstbezirke Dresden, Leipzig, Chemnitz, Taura und Oberlausitz beflogen.

Bisher entstanden mehr als 11.000 hochauflösende digitale Luftaufnahmen, die auch Waldbesitzern außerhalb des Staatsbetriebes Sachsenforst kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Verschärft werde die Situation allerdings durch das bevorstehende Frühjahr, das in diesem Jahr wegen der vielen geworfenen Bäume eine Massenvermehrung von Schadinsekten erwarten lasse.

Wie kann eine chemische Bekämpfung verhindert werden?

Ein hoher Befall mit Borkenkäfern mit einer Ausbreitung auf die noch gesunden Bäume und einer anschließend erforderlichen chemischen Bekämpfung soll dringend verhindert werden. "Ziel ist es darum, eine möglichst große Holzmenge bis zum Beginn des Frühjahrs noch vor dem Borkenkäferflug aus dem Wald zu bekommen", so Umweltminister Thomas Schmidt.

Um die Arbeiten zu beschleunigen, soll Holz künftig auch an Sonn- und Feiertagen abgefahren werden dürfen. In den Landkreisen im Erzgebirge sollen darüber hinaus Transporte mit Überlänge für bis zu 18 Meter langes Stammholz grundsätzlich genehmigt werden.