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Immer neue Wohnungen

Stadtentwicklung Investitionen in Millionenhöhe sollen den Brühl beleben

Der nächste Schub für den Brühl: Im Frühjahr will die Unger-Gruppe, die im vergangenen Jahr zehn Gebäude im Karree 5 gekauft hatte, mit der Sanierung beginnen. "Wir planen, in diesem Jahr vier Häuser anzugehen, die ab Frühjahr 2015 vermietet werden sollen", so Matthias Krieger, der die Investitionen der Gruppe in Chemnitz betreut. In den nächsten Jahren sollen etwa 75 Wohnungen sowie acht Gewerbe-Einheiten entstehen - zwölf Millionen Euro wollen die Investoren dafür in die Hand nehmen. Auch die kommunale Gebäudewirtschaftsgesellschaft GGG will sich weiter auf dem Brühl engagieren, kündigte dafür Investitionen von 1,8 Millionen Euro in diesem Jahr an: "Es ist unsere erste höherwertige Sanierung hier", so Geschäftsführerin Simone Kalew. Mit den bisher sanierten Häusern im lang vernachlässigten Stadtteil habe man gute Erfahrungen gemacht: "Wir haben hier 58 Wohnungen und 56 Studentenzimmer - mit einem Vermietungsgrad von 100 Prozent." Kurz vor der Fertigstellung ihrer Umbaumaßnahmen sind die Brühlpioniere. Die 2013 neu gegründete Genossenschaft will im Sommer ihre für 600.000 Euro sanierten Wohnungen am Boulevard beziehen, so Mitglied Sören Gruner. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung: "Während wir am Anfang missionarischen Eifer brauchten, ist das inzwischen nicht mehr der Fall." Ein Beispiel: Häuser im Karree 8 könnte man laut Ludwig verkaufen: "Hier warten wir aber noch auf die besondere Idee." Vom schnellen Bau der Uni-Bibliothek sei der Fortschritt bei der Belebung wohl nicht mehr abhängig: Die war Initialzündung, nun gebe es aber eine eigenständige Entwicklung.