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In Chemnitz gibt es wieder Gabenzäune

Bedürftige Soziale Spenden sind frei zugänglich

In Chemnitz werden seit Kurzem wieder zwei Gabenzäune genutzt: Sowohl am Spielplatz des Andréparks auf dem Kaßberg als auch an der Bahnhofstraße 3 haben Bürger in den letzten Tagen Beutel mit Spenden für Bedürftige aufgehängt. Die Aktion Gabenzaun ist nicht neu. Im Frühjahr, zum ersten Corona-Lockdown, hatten Mandy Arnold und Constanze Gröer, das Projekt in der Stadt initiiert.

In Hamburg beispielsweise gibt es schon seit mehreren Jahren einen derartigen sozialen Spendenzaun, der frei zugänglich ist und rund um die Uhr ganzjährig mit verpackten Spenden bestückt werden kann. Die Beutel können mit unverderblichen Lebensmitteln sowie mit Kleidung, wie Jacken, dicken Pullovern, Schals, Hosen oder Mützen, gefüllt werden. Hilfreich sind kleine Schilder an den Tüten, die darüber informieren, ob die Kleidung für Mann oder Frau gedacht ist und in welcher Größe die Sachen verpackt wurden.

Am Gabenzaun im Andrépark sind derzeit zudem kleine Geschichten zu lesen: die Kaßbergerin Effi Winkler hat selbstgeschrieben Werke an den Zaun gehängt, die ihrer Aussage nach "kleine Gesten, die der Nahrung Seele geben" darstellen sollen. Viele Menschen seien derzeit allein. "Doch das Gefühl der Einsamkeit macht krank", so Effi Winkler.