In Chemnitz stehen die Tage der jüdischen Kultur an

Festival Schwerpunkt wird auf die Staatsgründung Israels gesetzt

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Foto: bl

Am kommenden Samstag beginnen die 27. Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz. Bis zum 11. März sind dann zahlreiche Veranstaltungen rund um das jüdische Leben angesetzt. "In den Mittelpunkt stellen wir in diesem Jahr das Jubiläum Israels", erklärt Egmont Elschner, der die Veranstaltungsreihe koordiniert: "Vor 70 Jahren wurde der Staat begründet." Mit der Staatsgründung und der damit einhergehenden Teilung Palästinas habe im Nahen Osten ein Krieg begonnen, der bis heute noch nicht beendet sei:

Musiker aus Israel und Chemnitz musizieren gemeinsam

"Wir hoffen auf Verständigung und leisten unseren Teil", so Elschner. So werden bereits zur Eröffnungsveranstaltung am Samstagabend im Archäologiemuseum smac junge Musiker aus Israel und Chemnitz gemeinsam musizieren und miteinander reden. Zum Auftakt wird darüber hinaus Eli Dukorski, Bürgermeister der israelischen Stadt Kiryat Bialik, erwartet. Im Anschluss gibt es ebenfalls im smac ein Konzert mit Yossi Fine und Ben Aylon, deren Musik sich unter anderem aus Einflüssen von Dub, Yemen Blues und Trance speist.

In den folgenden Tagen stehen unter anderem Führungen über den jüdischen Friedhof, Ausstellungen von Künstlern der jüdischen Gemeinde Chemnitz, Buchlesungen, Workshops, Filmvorführungen, Theatervorstellungen oder Vorträge im Programm, das sich vollständig auf der Internetseite www.tdjk.de findet. Insgesamt sind über 20 Einrichtungen und Institutionen aus der Stadt an den Vorbereitungen der 27. Tage der jüdischen Kultur beteiligt.

"Krieg zum Frieden"

Am 2. März wird der Publizist Eugen Drewermann zu einem Vortrag "Krieg zum Frieden" im smac erwartet. Darüber hinaus wolle man sich verstärkt an ein Publikum unter 30 wenden, weshalb ein Schwerpunkt auch auf der israelisch-jüdischen Musikszene Berlins liege, so Elschner. Das spiegelt sich beispielsweise in Konzerten im Weltecho am 3. März oder im Atomino am 10. März.