In den höchsten Tönen

Konzert Singakademie widmet sich in ihrem Jahreskonzert neuen musikalischen Herausforderungen

Am Sonntag darf das Herz jedes Freundes orchestral begleiteter Chormusik einen Takt schneller schlagen. Dann nämlich bringt das Jahreskonzert der Chemnitzer Singakademie Werke dreier großer Komponisten zu Gehör: Maurice Ravels Orchestersuite "Le tombeau de Couperin", "Gloria" von Francis Poulenc und Leonard Bernsteins "Chichester Psalms". Der Chemnitzer Laienchor hat es sich dabei nicht leicht gemacht. Er suche für den Chor stets neue musikalische Herausforderungen, sagt Dirigent Andreas Pabst. Neben dem musikalisch hohen Anspruch fand sich in diesem Jahr auch ein phonetischer. Denn Bernsteins "Chichester Psalms" werden als eines der wenigen Chorwerke komplett auf Hebräisch gesungen. Da bislang nur deutsche, englische und lateinische Werke zum Repertoire der Singakademie zählten, suchte sie sich in der Vorbereitung Hilfe bei der Chemnitzer jüdischen Gemeinde, wo der Chor gemeinsam mit unter anderem Gemeindemitglied Daniel Naumann die korrekte Intonation probte. Eine weitere Besonderheit dieser Bernstein-Aufführung stellt Countertenor Stefan Kunath vom Kreuzchor Dresden dar sowie die beiden Harfen und fünf Percussionisten des Orchesters. Dieses stellt die Erzgebirgische Philharmonie und spielt damit bereits im dritten Jahr zusammen mit der Singakademie. Zu hören ist das Programm am 1. November um 17 Uhr in der Markuskirche. Wer - vor allem aus dem männlichen Teil des Publikums - dabei selbst Lust aufs Singen bekommt, kann sich schon die offene Probe der Singakademie am 16. November vormerken.