In drei Minuten auf den Punkt

Wettbewerb Discodance-Formation will wieder bei den Deutschen Meisterschaften überzeugen

Wer im vergangenen Jahrzehnt viermal auf dem Siegertreppchen stand, hat natürlich nur ein Ziel: Einmal mehr den Titel nach Chemnitz holen. Das haben sich die "Jungsenioren" der Tanzschule Passion Life wieder auf die Fahne geschrieben, die im November bei der Deutschen Meisterschaft im Discodance antreten - einem Tanz, der aus Elementen des Freestyle und Jazz besteht. "Wir sind zwar nicht jünger geworden, aber immer noch gut genug, um ganz vorne mitzutanzen", sieht die Gruppe um Tanzlehrer Kay Gottwaldt dem Wettbewerb im Laienbereich selbstbewusst entgegen. Das Geheimrezept der Mitglieder im Alter von Anfang 30 bis über 60: der eigene Anspruch. "Die Gruppe ist nur so gut wie ihr schwächstes Mitglied. Die getanzten Bilder leben von einer perfekten Synchronität." Kein Wunder, dass vor der Meisterschaft neben den wöchentlichen Trainingseinheiten der ein oder andere Extra-Termin angesetzt wird - nicht zuletzt, weil das Level von Jahr zu Jahr steigt.

"Die Wertungsrichter achten penibel auf den Wissensstand der Tänzer, ihren Einfallsreichtum und eine fließende Choreografie. Disziplin ist daher oberstes Gebot", sagt Ronny Klötzner, einer von zwei Männern in der elfköpfigen Tanzformation. "Ich habe vor zehn Jahren über meine Tochter die Leidenschaft zum Discodance für mich entdeckt", so der 46-Jährige, der den Spaß an der "definierten Bewegung" schätzt. Diese ist vor allem am Wettbewerbstag im Ausrichtungsort Georgsmarienhütte bei Osnabrück gefragt. In ihrer dreiminütigen Choreografie will die einzige Formation aus den Neuen Bundesländern ihrer Konkurrenz wieder davontanzen.