Ingrid Mössinger soll Ehrenbürgerin werden

Ehrung Der Stadtrat stimmt am 7. März darüber ab

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Ingrid Mössinger soll geehrt werden. Foto: Andreas Seidel

Schriftsteller Stefan Heym, Eiskunstläuferin Katarina Witt, Kosmonaut Siegmund Jähn oder zuletzt der Holocaust-Überlebende Justin Sonder - sie alle gehören zu den Persönlichkeiten, denen in der Vergangenheit die Ehrenbürgerwürde der Stadt Chemnitz verliehen wurde. Geht es nach Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig soll sich künftig auch die Generaldirektorin der Chemnitzer Kunstsammlungen, Ingrid Mössinger, in diese Liste einreihen.

Außergewöhnliche Professionalität

Der Stadtrat soll am 7. März darüber abstimmen. "Ingrid Mössinger hat ihr profundes Wissen, ihre außergewöhnliche Professionalität, die ihr eigene charmante Beharrlichkeit, unerschütterlichen Mut und ein exzellentes Netzwerk über Jahrzehnte in den Dienst der Stadt Chemnitz gestellt", so die Begründung von Barbara Ludwig. "Sie hat bewiesen, was möglich ist, wenn Können und Ambition eine erfolgreiche Verbindung eingehen." Ingrid Mössinger prägte die Kunstsammlungen seit 1996. Ihre hochkarätigen und international beachteten Ausstellungen haben das Haus zu einer erstklassigen Adresse in der Kunstwelt gemacht. Unter ihrer Führung wurden die Kunstsammlungen vom Kunstkritikerverband AICA zum "Museum des Jahres 2010" gekürt.

Museum Gunzenhauser

2003 wurden sie unter 163 Mitbewerbern von der Stiftung "Lebendige Stadt" für das beste deutsche Museumskonzept ausgezeichnet. Es ist vor allem der Museumsdirektorin zu verdanken, dass die einzigartige Kollektion des Münchner Galeristen Alfred Gunzenhauser mit mehr als 2.400 Werken der Klassischen Moderne 2003 in Chemnitz eine Heimat fand. Im Jahr 2007 wurde das eigens für die Sammlung umgebaute Museum Gunzenhauser eröffnet.