Irres Remis: CFC und Jena teilen Punkte

Himmelblaue und Carl Zeiss Jena trennen sich vor über 8400 Zuschauern unentschieden

Chemnitz

Das war nichts für schwache Nerven! Der Chemnitzer FC hat sich zum Auftakt des 7. Spieltages der Fußball-Regionalliga Nordost vom FC Carl-Zeiss-Jena 1:1 (0:1) getrennt und übernimmt damit zumindest über Nacht die Tabellenführung.

Die Mannschaft von Cheftrainer Benjamin Duda zeigte bis zum Abpfiff eine vorbildliche Einstellung und Moral.

Erster Gäste-Schuss im Netz

Die knapp 8.500 Zuschauer und Spieler hatten sich nach dem Anpfiff gerade erste eingerichtet, da lag der Ball schon im Chemnitzer Tor. Emilio Munser brachte die Gäste aus Nahdistanz 1:0 in Front. Der CFC benötigt nur kurz Zeit, um diesen schwer im Magen liegenden Happen zu verdauen.

Nach reichlich 10 Minuten stürmte Domenico Alberico mit Nachdruck in den Jenaer Strafraum und zog aus 12 Metern ab. Carl-Zeiss- Keeper Marius Liesegang konnte den Ball allerdings abwehren.

Anschließend hielten beide Teams die Kohlen am Glühen. Chemnitz bastelte daran, den Ausgleich zu erzielen und hielt die Drehzahl hoch. Nach einer knappen halben Stunde rollte erst einmal gar nichts mehr.

Kreativer Protest

Beide Fan-Lager machten ihrem Unmut über die bestehende Aufstiegsregelung in der Regionalliga Luft. So flogen nach 25 Minuten kleine Flummi-Bälle aus beiden Kurven auf den Rasen.

Die Luft war anschließend scheinbar auch etwas aus dem Spielgeschehen heraus. Längst ging es nicht mehr so intensiv zu, wie in der Anfangsviertelstunde. Kurz vor dem Pausenpfiff tauchte Alberico noch einmal erwähnenswert in der Jenenser Box auf, brachte die Kugel jedoch nicht ausreichend unter Kontrolle.

Bevor es in die Kabine ging, wurde es noch hektisch. Nach einem Handspiel im gegnerischen Strafraum und einem vorangegangenen Foul schickte der Referee den Jenenser Manasse Eshele mit Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche.

Chancenwucher ohne Ertrag

Zu Beginn der zweiten Hälfte machte sich die Duda-Kicker in der Hälfte des mehrmaligen DDR-Meisters und FDGB-Pokalsiegers breit. Die dickste Möglichkeit vergab Ron Berlinski, der in der 54. Minute aus Nahdistanz den Keeper nicht überwinden konnte. Der CFC belagerte anschließend den Sechzehner des Gegners wie beim Handball, fand allerdings keine Lücke. Dem Offensivspiel der Gastgeber fehlte es an der letzten Präzision. Der CFC drückte weiterhin, Jena parkte den Bus vor dem eigenen Tor und machte die Räume dicht. Dennoch kamen die Himmelblauen immer wieder gefährlich vor das Jenenser Tor.

Erst Abseitstor, dann mehr als verdienter Ausgleich

Der CFC-Torjubel verhallte in der 88. Minute schnell. Der vermeintliche Treffer von wurde wegen einer Abseitsposition nicht gegeben. Fast im Gegenzug hämmerte Jena mit dem einzigen Konter der zweiten Halbzeit das Spielgerät an die Latte der Chemnitzer Kiste. Der Schiedsrichter hatte offenbar Gefallen an der Begegnung gefunden und gab nicht zuletzt wegen einer Pyro-Unterbrechung 9 Minute Zugabe.

In der Nachspielzeit sah der Ex-Chemnitzer Sören Reddemann nach einem Foul die nächste gelb-rote Karte. David Vogt sorgte mit dem 1:1 für den mehr als verdienten Ausgleich und kollektiven Jubel im weiten Rund.

Statistik:

Chemnitzer FC: Richter - Eppendorfer (62. Pistol), Löhmannsröben, Slamar, Tchouangue (86. Gröger)- Vogt, Geipl (62. Stockinger) , Baumgart - Fesser (71.Marx), Berlinski, Alberico (62. Grimaldi)

SR: Florian Lukawski (Oranienburg), Z.: 8.413, Tor: 0:1 Munser (5), 1:1 Vogt (90.+7)

Gelb-Rot: Eshele (45.), Reddemann (90.+4)


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