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Ist der ursprüngliche Gedanke zum Black Friday wirklich noch zeitgemäß?

Traditionell findet am letzten Donnerstag im November in den USA Thanksgiving statt. Das Fest ist zwar mit dem Erntedankfest zu vergleichen, ist in den USA aber einer der wichtigsten und daher auch ein gesetzlicher Feiertag und wird meist im großen Kreis mit der ganzen Familie begangen. Der Tag darauf ist inzwischen beinahe weltweit als Black Friday bekannt und läutet die Zeit der Weihnachtseinkäufe ein.

Den letzten Freitag im November nutzen Unternehmen, um ihre Umsätze mit großen Rabattaktionen zu steigern und die Kunden machen alle gern mit. Jedes Jahr sorgen sie am Black Friday für Umsatzrekorde. Der Schwarze Freitag ist inzwischen in vielen Branchen der bei weitem umsatzstärkste Tag des Jahres. Doch ist diese Mentalität heutzutage überhaupt noch zeitgemäß? Schließlich leben wir in schwierigen Zeiten, in denen es unzählige Menschen gibt, die sich neue Produkte, auch wenn diese reduziert sind, überhaupt nicht leisten können. Umfragen haben ergeben, dass die Konsumenten den Rabatten am Black Friday in Zeiten der Corona-Pandemie immer skeptischer gegenüberstehen.

Sollten Unternehmen solche Tage also nicht lieber nutzen, um soziale Projekte zu unterstützen? Die Online-Druckerei WIRmachenDRUCK macht mit einer spannenden Aktion vor, welche Möglichkeiten es gibt, am Black Friday seiner unternehmerischen Verantwortung nachzukommen.

Happy Friday statt Black Friday

Die Online-Druckerei WIRmachenDRUCK.de ist der Preismarktführer im Bereich hochwertiger Printlösungen. Seit 2016 ist sie Teil des internationalen Unternehmens Cimpress, das Weltmarktführer im Online-Druck ist. In diesem Jahr haben sich die Firmengründer Johannes und Samuel Voetter etwas ganz Besonderes ausgedacht und kurzerhand aus dem Black Friday den Happy Friday gemacht. Im Gegensatz zum Black Friday, der von großen Rabattaktionen geprägt ist, ist der Happy Friday eine Charity-Aktion für finanziell benachteiligte Familien in Ungarn und Rumänien. So möchten die Brüder Voetter fünf Prozent ihrer Einnahmen vom letzten Freitag im November nehmen, um Weihnachtspakete an Kinder in Not zu versenden. Den dabei entstehenden Geldbetrag werden sie aus eigener Tasche sogar noch verdoppeln.

Durch das Management der PrintBrothers Group, wird der Endbetrag nochmals um 25.000 Euro aufgestockt.  So sollen etwa 10.000 Weihnachtspakete geschnürt werden können, die dann gemeinsam mit der Hilfsorganisation Hilfstransporte + Waisenhilfe e.V. nach Ungarn und Rumänien geschickt werden. "Viele Familien in europäischen Nachbarländern haben häufig kaum Geld für das Notwendigste. Oft reicht das Geld nicht einmal für kleine Geschenke zu Weihnachten. Mit dem Happy Friday hoffen wir, den Kindern aus diesen Familien ein Stück unbeschwerte Kindheit zurückzugeben.", erläutert Samuel Voetter die Charity-Aktion.

Zum Happy Friday packen alle mit an

Im Sortiment der Druckerei befinden sich auch nützliche Dinge, wie Hygieneartikel, Bekleidung und Stifte. Diese sollen die Weihnachtspakete, die mit Geschenken wie Malstiften, Decken, Süßigkeiten oder Teddybären bestückt sind, vervollständigen. Zum Befüllen werden die Räumlichkeiten der Druckerei kurzerhand in eine vorweihnachtliche Packstation verwandelt. Dabei legen die Mitarbeitenden der Online-Druckerei selbst Hand an. Und natürlich werden es die Brüder Voetter sich nicht nehmen lassen, beim Schnüren der Weihnachtspakete für Kinder in Not persönlich zu helfen. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass WIRmachenDRUCK sich sozial engagiert. Die Online-Druckerei unterstützt beispielsweise "Stuttgarts heißen Kessel" und nahm an Projekten wie einer Auktion zugunsten der Stiftung SOS-Kinderdorf Schweiz teil. Daneben engagiert sich das Unternehmen in internationalen Klimaschutzprojekten und fördert regionale Vereine und Institutionen.

Bild: Die mit allerhand Geschenken bestückten Weihnachtspakete sollen Kindern in Not eine Freude bereiten.

Charity-Aktionen zum Black Friday - vielleicht ein Zukunftsmodell?

In diesem Jahr gibt es bereits eine große Debatte darüber, dass der Endverbraucher den regionalen Handel unterstützen sollte. Schließlich sind von der Corona-Pandemie gerade kleine und regionale Geschäfte betroffen, viele mussten sogar schon schließen oder Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Laut Umfragen hat jedoch die Mehrheit der Deutschen trotzdem vor, die Weihnachtseinkäufe online zu tätigen. Auch das sind Entscheidungen mit sozialem Hintergrund, die der Einzelne für sich treffen muss. 

Eine ganz andere Verantwortung haben jedoch Unternehmen, gerade, wenn diese wirtschaftlich erfolgreich sind. Die Druckerei ist ein Vorreiter in Sachen soziales Engagement zeigen und praktizieren. Natürlich ist es auch eine gute Tat, Kundinnen und Kunden durch Rabatte glücklich zu machen. Doch ist es nicht besonders schön, etwas Gutes für die zu tun, die auf ganzer Bandbreite benachteiligt sind und die ihren Kindern aus eigener Kraft keine Weihnachtsgeschenke, selbst wenn diese reduziert sind, kaufen können? Johannes Voetter findet dazu die passenden Worte: "Das Projekt liegt uns allen sehr am Herzen. Als wachstumsstarkes Unternehmen nehmen wir unsere soziale Verantwortung ernst und glauben, dass es gerade in diesen Zeiten wichtig ist, etwas zurückzugeben und emotional Nähe zu schaffen".