Jean Molitor stellt Bauhaus-Fotografien im smac aus

Ausstellung Die 50 Werke des Berliners gibt es noch bis zum 12. Mai zu sehen

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Fotograf Jean Molitor mit einer Aufnahme der Feistel-Villa auf dem Chemnitzer Schloßberg. Foto: Steffi Hofmann

Ab heute präsentiert das Museum für Archäologie, kurz smac, die Foyerausstellung "bau1haus - Die Moderne in Chemnitz und der Welt". 50 Werke des Berliner Fotografen Jean Molitor sind dazu im Erdgeschoss ausgestellt. Er bereist seit vielen Jahren den gesamtem Globus, um architektonische Zeugnisse des Bauhaus und der Moderne aufzuspüren und im Bild festzuhalten. Anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus werden seine Fotografien bis zum 12. Mai im smac gezeigt.

Alles in Schwarz-Weiß

In Chemnitz war Jean Molitor 2018 unterwegs und hat um die 20 Häuser, die Zeugnisse der Moderne sind, abgelichtet. Zu sehen ist in der Schau zum Beispiel die Feistel-Villa auf dem Schloßberg. Charakteristisch für Molitors Fotografien sind klare Linien und Formen. Sämtliche Bilder sind schwarz-weiß und ohne Menschen. "Ich habe eine Uniformität angestrebt und für die Darstellung der reinen Architektur war es hilfreich, die Menschen auszusparen", erklärt der Fotograf. Da er eigentlich aus dem Bereich der Straßenfotografie stammt, sei die Bauhaus-Reihe ein Nischenprojekt für ihn.

Das begann bereits im Jahr 2009. Damals startete Molitor erste Reisen nach Afrika, Amerika und den Nahen Osten, um das Bauhaus und parallele Strömungen auf der ganzen Welt aufzuzeigen. "Mein Ziel ist ein weltweites Fotoarchiv dieser Gebäude", sagt Jean Molitor. Neben Aufnahmen aus Chemnitz können Besucher der Ausstellung im smac auch Werke mit Gebäuden aus Berlin, Tel Aviv, Nairobi, St. Petersburg, Guatemala oder Bukavo im Kongo begutachten.

Zwei Vorträge begleiten die Ausstellung

Im Rahmen des Bauhausjubiläums finden zudem zwei Vorträge im smac statt: Am 12. März um 18 Uhr spricht Jürgen Nische über den Architekten Bernhard Sturtzkopf, am 21. März, ebenfalls um 18 Uhr, referiert Professorin Regina Stephan über Erich Mendelsohn, das Bauhaus und die Architektur der 1920er Jahre.