Jeder vierte Handwerksbetrieb sucht einen Nachfolger: Werden sie bis 2025 fündig?

Wirtschaft Zahl der erfolgreichen Übergaben steigt bereits

Rund 6.000 Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Chemnitz stehen bis zum Jahr 2025 aus Altersgründen vor der Herausforderung, einen Nachfolger zu finden - das ist mehr als ein Viertel der aktuell rund 22.300 Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Chemnitz. Gleichzeitig ist die Zahl der Betriebsübergaben im Kammerbezirk seit 2016 gestiegen. Fanden 2016 noch 246 Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Chemnitz einen Nachfolger, waren es 2017 bereits 286 Betriebe und im vergangenen Jahr 302.

Am Montag starten die Sächsischen Aktionstage der Unternehmensnachfolge

Da unterm Strich dennoch mehr Betriebe abgemeldet als neu gegründet werden, sinkt die Gesamtzahl der Handwerksbetriebe nicht nur im Kammerbezirk Chemnitz seit Jahren. Jedoch führen wachsende Betriebe und der Trend zur Filialisierung etwa im Lebensmittel- und Gesundheitshandwerk in aller Regel zu einer positiven Entwicklung der am Markt verbleibenden Unternehmen.

"Das Thema Betriebsübergabe bleibt eines der wichtigsten Themen für das regionale Handwerk", informiert Handwerkskammer-Präsident Frank Wagner aus Anlass der am Montag startenden Sächsischen Aktionstage der Unternehmensnachfolge.

Eine Betriebsübernahme hat viele Vorteile gegenüber einer Neugründung:

Die demografische Situation des Freistaats zeige sich auch bei den Betriebsinhabern, berge aber eine große Chance, sagt Wagner. "Selten war es für Gründer einfacher, in die Selbständigkeit zu starten. Bei einer Betriebsübergabe sind Kundenstamm, eingearbeitete Mitarbeiter und Betriebsstätte in der Regel bereits vorhanden. Das hat Vorteile gegenüber einer Neugründung auf der grünen Wiese."

Die Auftaktveranstaltung der Aktionswoche Unternehmensnachfolge richtet sich am Montag ab 16.30 Uhr aber vor allem an Unternehmer. Ein Impulsvortrag stellt die Frage: "Bin ich und ist mein Unternehmen bereit für den Nachfolgeprozess?" Um Anmeldung auf www.hwk-chemnitz.de wird gebeten.