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Jerusalema-Challenge auf buntem Grund

Projekt Chemnitzer tanzen gegen die Corona-Krise

Nicis Einblick

Ein dunkler Raum mit Bühnenlicht, eine weiße Fläche auf dieser sich bunte Farbe vermischt. Über 20 Tänzerinnen und Tänzer in weißen Maleranzügen. Sieht ein bisschen so aus als würden Außerirdische von einem anderen Planeten tanzen. Vier Steps rechts, vier Steps links und dann im Wechsel. Was es wohl damit auf sich hat? Sieht ganz nach einer Tanzchallenge aus und das ist es auch. Am Donnerstagabend wurde im Rahmen der Aktion "SOLIDARITÄT! - Gemeinsam durch die Corona-Krise" ein tolles Projekt in der Eventlocation "Kraftverkehr" umgesetzt. Wer auf den Sozialen Netzwerken unterwegs ist, dem wird bestimmt die "Jerusalema"-Challenge etwas sagen…

Internet-Hype: Zahlreiche Menschen tanzen die Jerusalema-Challenge

Es ist der Internet-Hype schlechthin. Influencer, Mitarbeiter von verschiedensten Unternehmen, Künstler, Prominente, zahlreiche Menschen tanzen den Jerusalema-Tanz. So auch ich. Ich dachte mir, den Spaß mache ich mit. Im Dezember nahm ich auf meinem privaten Profil den Jerusalema-Tanz auf. 660.000 Aufrufe auf Instagram, ich dachte ich sehe nicht richtig. Daran erkennt man den starken Trend der Challenge.

Chemnitzer Version der Challenge

Nun startete auch eine Chemnitzer Version der Challenge. Neben meinem Video und den hunderten Videos im Kontext dieser Challenge hat sich Rene König, Projektgründer  "SOLIDARITÄT! - Gemeinsam durch die Corona-Krise" eine Vision für ein außergewöhnliches Video ausgedacht.

"Mit Jerusalema soll dabei laut der Sängerin Nomcebo Zikode ein spiritueller Ort gemeint sein - ein Ort, an dem man Frieden findet, an dem es keine Sorgen, sondern nur Glück und fröhliche Menschen gibt", erzählt Rene König. Dieser Gedanke scheint Menschen überall auf der Welt genauso sehr zu gefallen wie der Sound des Songs und die Lebensfreude im Musikvideo.  

Aufmerksamkeit in der Corona-Krise

Idee und Ziel der Aktion ist, mit wenigen Mitteln eine große Aufmerksamkeit zu erhalten und auf die Einschränkungen hinzuweisen, die einzelne beteiligte Unternehmen und Personen durch die Corona-Krise erfahren müssen. Gleichzeitig soll über eine lebensbejahende und positive Aktion Mut, Zuversicht und Lebensfreude vermittelt werden. 

So lief der Videodreh ab

Das Projekt unterstütze ich doch gern. Nachdem wir uns getroffen haben probten wir die Tanzschritte. Alles ist auf uns ausgerichtet. Tom Scharf, Inhaber des Tanzstudios Chemnitz gibt uns Anweisungen. Schon da geriet ich kräftig ins Schwitzen. Ich würde sagen, man unterschätzt es wie anstrengend es ist drei Minuten durchzutanzen. Nach circa einer Stunde sitzen bei allen die Schritte. Der erste Durchgang beginnt. Wir tragen dabei Hemden und Blusen und nicht zu vergessen die Masken der Firma GERMENS. Die Abstands- und Coronaverordnungen werden natürlich eingehalten. Professionelle TV-Kameraleute sind um uns herum.

Nach mehreren Durchgängen und verschiedenen Filmpositionen ist der Tanz im Kasten. Doch es soll ja schließlich ein Kunstprojekt werden. Wer René König kennt, der sollte wissen das es immer etwas bunt einhergeht. 

Weiße "Gestalten" tanzen auf buntem Grund

Alle Tänzerinnen und Tänzer schlüpfen in weiße Maleranzüge. René König schüttet im Takt des Jerusalema-Songs bunte Farbe auf den weißen Untergrund. Dann beginnt das Highlight. Jetzt tanzten wir nochmal die Jerusalema-Challenge, wenn man es Tanzen nennen kann. Zumindestens haben wir es versucht. Auf der Farbe war es sehr rutschig. Viel war von den Schritten nicht zu sehen aber es sah extrem lustig aus. Ich habe so gelacht.

Es sah ein bisschen so aus, als hätten sich "Aliens" verirrt. Damit sich die farbige Angelegenheit aber sich richtig lohnt, ließen wir uns  allesamt auf den Boden fallen. Jetzt war nicht nur der Anzug bunt, sondern auch die Hände. Eine herrliche "Sauerei", ich habe mich wie früher in der Kindheit gefühlt. Das war eine tolle Erfahrung und ein wahnsinnig tolles Projekt. 

Spenden von T-Shirts kommen krebskranken Kinder zugute

Auch professionelle Fotos werden gemacht, denn neben dem eindrucksvollen Tanzvideo entsteht gleichzeitig eine Grafikvorlage, mit der T-Shirts bedruckt werden. Danach stehen diese zum Verkauf. Durch den Verkauf dieser T-Shirts wird der gemeinützige Verein Lukas Stern e.V. finanziell unterstützt. 
Anschließend wird mit den besten Fotos ein 81 qm großes Riesenposter in Chemnitz präsentiert. 
Damit setzt die  "SOLIDARITÄT! - Gemeinsam durch die Corona-Krise" das bereits vierte Projekt um. Schon vor kurzem war zum Beispiel ein Riesenposter mit Chemnitzer Prominenten, welche mit Maske porträtiert für das Tragen von Masken warben, in der Stadt zu sehen. 



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