Jetzt beginnt der Ausbau

Zentralbibliothek Fertigstellung bis 2018

Die Gebäude zählen zu den industriegeschichtlich bedeutsamsten Chemnitzer Bauwerken. Erbaut im Stil des historischen Eklektizismus, wurden sie vor allem wegen der Brandgefahr ganz aus Eisen und Stein projektiert. Zwar wurden die Gebäude bei Bombenangriffen 1945 stark beschädigt, wobei Hauptdach sowie Turmdächer zerstört wurden, die Decken- und Stützenkonstruktion hingegen ist weitestgehend original erhalten. Somit bietet sich die Möglichkeit, anstelle des derzeitigen Notdaches durch Aufstockung der zerstörten Obergeschosse die ursprünglich vorhandene Gestalt des Gebäudes wiederherzustellen. Die Bauarbeiten begannen im April 2014 mit dem Rückbau leer stehender Gebäude rund um das Hauptgebäude. Ab Oktober 2014 wurden die Seitenflügel beräumt, von allen Einbauten befreit und in den Rohbauzustand versetzt. Dabei wurden 6.500 Tonnen Bauschutt zum großen Teil in Handarbeit aus dem Gebäude gebracht. Das wertvolle gusseiserne Tragwerk mit gemauerten Kappengewölben wurde konserviert. "Jede einzelne der 136 gusseisernen Säulen musste separat auf Festigkeit überprüft werden", erklärte Statiker André Neubert von Mathes Beratende Ingenieure. Seit Juli 2015 wurde der Mittelbau entkernt, dabei Außenwände parallel dazu statisch gesichert und danach die Baugrube für Mittelbau und Magazinanbau hergestellt. Nun wird mit dem Ausbau begonnen. Die Fertigstellung ist für 2018 geplant. Die Gesamtkosten betragen knapp 50 Millionen Euro, wovon 13,6 Millionen aus dem Fond für regionale Entwicklung kommen.