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Jost Kobusch bricht Everest-Besteigung ab

Menschen Intuition sorgt für Abbruch das kühnen Vorhabens

Er wollte als erster Mensch allein und ohne Sauerstoff auf den Mount Everest. Jost Kobusch, der an der TU-Chemnitz Sports Engineering studiert, hat bereits ähnliche Besteigungen im Himalaya gemeistert - allerdings nicht ganz so hoch wie der 8848 Meter hohe Everest.

Gipfelbesteigung war zeittechnisch nicht mehr möglich

Nach 7360 Metern war in der vergangenen Woche nun Schluss. "Meine Intuition hat mir gesagt: stopp - wenn du den Gipfel in Angriff nehmen möchtest, solltest du vorher mindestens auf 7500 bis 8000 Metern übernachtet haben und wieder abgestiegen sein! Das wäre diesen Winter zeittechnisch nicht mehr gegangen und dann den langen Grat noch zu gehen, hat mich nicht überzeugt", veröffentliche er auf seinem Blog im Netzwerk Facebook. Im September flog der 27-Jährige nach Nepal, BLICK berichtete. "Das Projekt wird sehr schwierig. Aber ich liebe das Schwierige", sagt er vor seinem Aufstieg.

Kobusch wurde 1992 in Bielefeld geboren und besuchte eines Tages eine Kletter-AG. Die fixte ihn an. Das Klettern zählt für den jungen Mann zu den letzten großen Abenteuern, die man erleben kann - ein Aufbruch ins Unbekannte, ohne Komfort.

"Ich habe bewusst zwei Lawinen ausgelöst"

Für die Besteigung des Mount Everest hatte er bis Ende Februar Zeit, dann beginnt der Frühling. Der Abstieg in der vergangenen Woche sei "nicht ohne" gewesen, schreibt Kobusch auf Facebook. "Ich habe bewusst zwei Lawinen ausgelöst, um den Abstieg zu 'räumen', allerdings hat mich dann eine dritte Lawine erwischt als ich in der steilen Felssektion am Abseilen war. Zum Glück wurde ich nicht begraben oder von Steinen getroffen - trotzdem war das Luftanhalten nicht so lustig".