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Jubel und Kritik für Kanzlerkandidatin Baerbock in Chemnitz

Politik Grünen-Politikerin Annalena sprach auf dem Theaterplatz

Ein Mix aus Sonne und Regen begrüßte Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock von Bündnis 90/Die Grünen am Freitag auf dem Chemnitzer Theaterplatz. Vor etwa 200 Besuchern sprach sie zunächst über Wahlthemen wie Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, Digitalisierung oder Kultur. Dann widmete sie sich konkreten Fragen der Bürger. Eine 17-jährige junge Frau wollte wissen, wie Baerbock zur Herabsetzung des Wahlalters steht. "Ich muss nun vier Jahre lang zusehen, wie die Bundesregierung unsere Zukunft gestaltet, aber durfte dabei nicht mitentscheiden", kritisierte die 17-Jährige das derzeitige Gesetz. Die Kanzlerkandidatin bezeichnete es als "überfällig, mit 16 wählen zu dürfen" und kündigte bei ihrem Sieg eine entsprechende Herabsetzung des Wahlalters an. Ein anderer Bürger wollte von Annalena Baerbock wissen, wie sie das 1,5 Grad-Ziel in punkto Erderwärmung schaffen wolle. Mit dem Vorziehen des Kohleausstiegs, "ab 2030 nur noch saubere Autos fahren" und einer stärkeren weltweiten Zusammenarbeit Deutschlands mit anderen Staaten gab sie die in diesem Punkt erwarteten Antworten.

Anschließend kam eine Teilnehmerin des Jugendrats der Generationsstiftung zu Wort. Sie machte zunächst ihren Unmut darüber laut, dass Baerbock für den Rat nicht erreichbar sei. "Seit Monaten versuchen wir, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen", so die Jugendliche. Sie wollte schließlich noch von der Grünen-Politikerin wissen, warum sie nicht auf die derzeit im Hungerstreik befindlichen Jugendlichen zugehe. "Ich habe mit ihnen telefoniert und ihnen gesagt, dass ich gern zum Gespräch bereit bin, aber nicht im Zusammenhang mit einem Hungerstreik. Mittel, die einen selbst gefährden, sind die falschen Mittel für einen Dialog", so Baerbock.

Lauten Jubel unter den Besuchern der Kundgebung erntete die Kanzlerkandidaten mit ihren Antworten auf die Frage, wie sie im Falle ihres Sieges mit der Corona-Politik weiter verfahren wolle. "Es darf keinen nächsten Lockdown geben und keine geschlossenen Schulen und Kitas". Baerbock warb in diesem Zusammenhang dafür, sich impfen zu lassen.