Junge Rock-Talente aus der Region

Musiker-Serie Vorgestellt: Janiz und Numbskull aus Chemnitz

 

Janiz

Wenn man die Schlagworte "Chemnitz" und "Musik" hört, dann denkt man sofort an die Pop-Punk-Band Kraftklub. Doch die Region in und um Chemnitz hat noch viele talentierte Musiker mehr zu bieten. Heute stellen wir zwei von ihnen vor. Die Alternative-Rocker "Janiz" zum Beispiel. Eine junge Band, die sich im Jahre 2012 im Rahmen des Sau'n' Check Bandcontests Stollberg gegründet hat. 2014 kam dann mit dem Einstieg der jetzigen Sängerin Juliane "Juli" Meier auch die Stilrichtung "female fronted rock" und der Name zur Band hinzu, welcher sich an der Blueslegende Janis Joplin orientiert.

"Die Band ist eine Herzensangelegenheit"

Das Chemnitzer Quartett hat im Januar sein erstes Studioalbum namens "Scars and a Lion" (dt.: Narben und ein Löwe) veröffentlich. Auf die Frage hin, welche Ziele die Band derzeit verfolgt, antworteten die Musiker: "Wir schmieden keine Pläne. Die Band ist eine Herzensangelegenheit und wir arbeiten hart daran, dieses Hobby so weit wie möglich voran zu treiben. Wir wollen uns irgendwann mal nicht an diesen einen Auftritt oder diesen einen Song erinnern, sondern an diese tolle Zeit, die wir gemeinsam verbracht haben."

Ihren eigenen Antrieb beschreiben sie darin, Musik zu schaffen und "die Idee einen ganz persönlichen Teil von sich selbst zu dieser Welt hinzuzufügen, den es vorher nicht gab". Da gehören der Spaß auf der Bühne und der kreative Entwicklungsprozess gleichermaßen dazu. Das schönste Bühnenerlebnis sei immer wieder der Moment, in dem das Licht ausgeht und das Intro startet. "In diesem Moment weißt du, es gibt kein Zurück", so Janiz.

 

Numbskull

Ein weiteres verrocktes Beispiel sind neben Janiz die Musiker von Numbskull. Aus einer einstigen Schülerband, die sich 2011 nur zusammentat, da ein musikalischer Programmpunkt auf einer Jungendweihe fehlte, wurde eine Punk- und Posthardcore-Band. Bestehend aus zwei Brüdern, deren Cousin und zwei Freunden, betreiben die mittlerweile erwachsen gewordenen Jungs das Bandprojekt als oberstes Hobby.

"Musik mit den besten Freunden zu machen ist einfach unsere Art seine Freizeit zu verbringen und dabei die wahrscheinlich schönste Art und Weise", erklären die Jungs. Ihr coolstes Erlebnis war dabei die "DIY Tour" 2016, bei der sie mit drei weiteren sächsischen Bands eine eigene Tour ganz alleine auf die Beine gestellt haben.

"Das Feedback auf der Bühne für die eigenen Songs ist einfach geil!"

Wie schwer es ist, als junge Band in einer Stadt wie Chemnitz Gehör zu finden, die sehr viele tolle Bands beheimatet, zeigen die Musiker. "Wer auftreten will muss sich kümmern. Man muss präsent sein und sich zeigen" und hier und da kann man dann die Menschen erreichen. "Unser großer Traum ist es, dass wir irgendwann einmal auf der Bühne eines großen Festivals stehen dürfen und uns Leute, die uns noch nie gehört haben, feiern... selbst wenn es der 13 Uhr Slot ist", schwärmen die Musiker.