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Jury gibt Hinweise zur Chemnitz-Bewerbung

Kulturhauptstadt Diese Mängel muss die Stadt bis zur Verkündung beseitigen

Mitte Dezember schaffte Chemnitz im Bewerbungsverfahren um den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025" den Sprung in die sogenannte Shortlist. Im Herbst wird dann bekanntgegeben, welche deutsche Stadt das Rennen macht. Bis dahin müssen jedoch noch einige Mängel in der Chemnitzer Bewerbung beseitigt werden, wie die europäische Jury zur Vergabe des Titels jetzt in ihrem Bericht über die einzelnen Bewerber veröffentlichte. In diesen Berichten stehen Hinweise, wo die Jury Stärken und Schwächen der jeweiligen Bewerbung sieht.

Chemnitzer müssen kreativer werden

So fehle es in Chemnitz im Jahr 2025 an überzeugenden Highlights im Programm, um internationale Gäste anzuziehen. Zudem wurde die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, wie mit dem benachbarten Tschechien und Polen, nicht ausreichend untersucht. Das Angebot gehe außerdem nicht auf die Bedeutung und die Folgen der Proteste im Sommer 2018 aus europäischer Perspektive ein.

Es fehle ein Plan, mit anderen diesbezüglich zu diskutieren und von ihnen zu lernen, einschließlich internationaler Künstler und anderer europäischer Städte. Als Vorteil sieht das Gremium, dass 24 umliegende Gemeinden mit eingebunden sind und eine Strategie für die gesamte Region ausgearbeitet wird.

Feedback gibt Ansporn

Ferenc Csák, Projektleiter der Chemnitzer Bewerbung, sagt: "Wir danken der Jury für ihre detaillierte Rückmeldung. Die Anregungen arbeiten wir gerne in unser zweites Bewerbungsbuch ein. Unser Ziel ist es, im November den Titel als Europäische Kulturhauptstadt 2025 zu gewinen. Dafür werden wir als Stadt und Stadtgesellschaft und zusammen mit der Region rund um Chemnitz in den kommenden Monaten alle Kräfte bündeln und einsetzen."

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