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Köpping plant Antisemitismus-Kampagne

Besuch Integrationsministerin traf Schalom-Wirt Uwe Dziuballa

Seit 18 Jahren betreibt Uwe Dziuballa in der Stadt das jüdische Restaurant "Schalom". Seitdem lebt er auch mit antisemitischen Attacken, die immer wieder von Menschen des rechten Spektrums verübt werden. So war es wahrscheinlich einmal mehr am 27. August am Rande der Demonstrationen in Chemnitz. Vermummte Personen - vermutlich Rechtsextreme - bewarfen das Restaurant am Brühl mit Steinen und Flaschen, zerstörten eine Scheibe und verletzten den Wirt an der Schulter. Dazu sollen antisemitische Parolen gerufen worden sein.

Kampagne zum Thema Antisemitismus

"Wir dürfen so etwas unter keinen Umständen tolerieren", sagte Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping diese Woche bei einem Besuch des Restaurants. "Das, was in Sachsen geschieht, bewegt und fordert uns alle auf unterschiedliche Art und Weise. Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass der Unmut nicht mit Fremdenfeindlichkeit und Gewalt zu lösen ist, sondern mit einem friedlichen und konstruktiven Miteinander."

Köpping kündigte eine Kampagne gegen Antisemitismus an, die im kommenden Jahr im Rahmen des Landesprogramms "Weltoffenes Sachsen" gestartet werden soll. Zudem will die Ministerin den Wirt in Zukunft bei Projekten seines Vereins Schalom e.V. unterstützen. "Wir müssen diejenigen stärken, die für unsere Demokratie einstehen", so Köpping. Im Gespräch sagte Uwe Dziuballa, er würde sich wünschen, dass nicht nur die Bürger, sondern auch die politisch Verantwortlichen Gesicht zeigen.



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