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Körpergerecht treten

Made in Chemnitz Eine neuartige Fahrradpedale

Esche-Strümpfe aus Chemnitz waren einst weltberühmt und FEWA wurde hier entwickelt. Doch auch heute noch gibt es Aufsehen erregende Erfindungen und Produkte "Made in Chemnitz". BLICK stellt sie in einer neuen Serie vor.

Die Welt hat die Konstruktion von Matthias Seuß und Steffen Hänsel noch nicht erobert. Bei den ersten 25 Fahrradhändlern in ganz Deutschland ist sie aber schon gelistet: Eine neuartige Fahrradpedale drängt auf den Markt. "Die großen Gelenke des Menschen arbeiten dreidimensional, nicht auf einer Ebene", erklärt Jörg Töpfer, der Ideengeber. Der Physiotherapeut aus Jena kennt viele Patienten mit lädierten Hüft- oder Kniegelenken. "Das kommt von Fehlbelastungen und dadurch entstehender Reibung."

Bisher ließen sich die natürlichen Gehbewegungen auf dem Fahrrad nicht nachvollziehen. Eine Feder in der neuen Pedale, die dem Fuß Bewegungen nach rechts und links erlaubt, soll das ändern. "Die Sporthochschule Köln hat aktiv an der Entwicklung mitgearbeitet", so Töpfer. Konstruiert, schick und marktfähig gemacht wurde die Pedale dann in Chemnitz, in der Wega-Konstruktion von Seuß und Hänsel. Dass niemand vor ihnen auf die Idee mit der "3D-Pedale" kam? "Die Menschen brauchten auch ewig, um aus Zaunlatten den Carving-Ski zu entwickeln", so Töpfer.