Kabarettist Hagen Rether kommt in die Stadthalle

Auftritt Komisches und schmerzhaftes Programm zum Nachdenken

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Hagen Rether bietet am 15. November ein komisches und zugleich schmerzhaftes Programm zum Nachdenken. Foto: Thomas Kölsch

Liebe heißt der seit Jahren konstante Titel seines ständig mutierenden Programms - aber die kommt darin gar nicht vor. Jedenfalls nicht in Form von Herzen, die zueinander finden und unnötiger Romantik. Wenn Hagen Rether am 15. November um 19.30 Uhr die Bühne der Stadthalle betritt, dann geht es um Religions-"Freiheit", das Wirtschaftswachstum oder die staatlichen "Lizenz zum Töten".

Doch die Verantwortung tragen nicht "die Mächtigen" allein - wir, ihre mehr oder weniger willigen Kollaborateure, müssen uns am eigenen Schopf aus der Komfortzone ziehen, um nicht in den Abgrund zu stürzen, den wir gemeinsam geschaufelt haben, so der Kabarettist. Rethers ebenso komisches wie schmerzhaftes, bis zu dreieinhalbstündiges Programm, infiziere das Publikum mit gleich zwei gefährlichen Viren: der Unzufriedenheit mit einfachen Erklärungen und der Erkenntnis, dass wir alle die Kraft zur Veränderung haben, ist er überzeugt.