Karl Marx wohin das Auge reicht

Ausstellung Galerie Weise zeigt bis Samstag Marx-Gegenstände

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Noch bis zum Samstag sind in der Galerie Weise im Rosenhof Marx-Gegenstände zu besichtigen. Foto: Steffi Hofmann

Der Samstag war vollgepackt mit Veranstaltungen, die zum Jubiläumsgeburtstag von Karl Marx initiiert wurden - Konzerte, Tanz, Podiumsdiskussion, moderne Videobotschaften vom Philosophen höchstpersönlich, Führungen im Industriemuseum. Der Trierer kam vor genau 200 Jahren auf die Welt. In dieser Zeit hat sich eine Menge "Stoff" über den Philosophen angesammelt.

Nur noch morgen

Eine Auswahl davon zeigt noch bis zum Samstag die Galerie Weise im Rosenhof. Teppiche, Keramiken, Urkunden, Medaillen, Münzen, Briefmarken, Fotos, Skulpturen, Bilder, Plakate - alles rund um Karl Marx ist in dem Ausstellungsraum zu besichtigen. Die Stadt Chemnitz hatte im Vorfeld des 200. Geburtstages die Bürger dazu aufgerufen, Gegenstände, die eine Verbindung zu Karl Marx haben, einzusenden.

Bis Ende März haben knapp 60 Chemnitzer über 200 Objekte als Leihgabe eingereicht. Ein paar dieser Leihgaben sind jetzt für alle in der Galerie Weise zu begutachten. Mit dabei ist zum Beispiel auch ein Autogramm von Lew Kerbel. Der Schöpfer von heroisierenden Monumental-Bronzeplastiken erhielt mehrfach Aufträge für Denkmäler - sein wohl bekanntestes steht auf der Brückenstraße in Chemnitz.

Ein 40-Tonner bestimmt das Stadtbild

Die über 40 Tonnen schwere und 7 Meter hohe Plastik entstand in Moskau und Leningrad und wurde in 95 Einzelteilen nach Karl-Marx-Stadt transportiert, wo sie 1971 enthüllt wurde. "Das ist ein starkes Kunstwerk", sagte am Samstag Galerist Bernd Weise. In seinen Räumen steht derzeit auch eine Skulptur als Bronzeguss des Rostocker Bildhauers Jo Jastram. Sie zeigt ein Reliefporträt des etwa 50-jährigen Karl Marx, das eingängig die Vorderseite des Bronzeblocks bestimmt. Marx reiht sich in der Galerie außerdem neben Werke des Stahlbildhauers Wolfram Schneider.