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Karl Schmidt-Rottluff-Areal kann weiter saniert werden

Denkmal Förderverein erhält 90.000 Euro für Brandschutzmaßnahmen und Heizung

Chemnitz. 

Chemnitz. Der Ende 2014 gegründete Förderverein Karl Schmidt-Rottluff Chemnitz hat sich zum Ziel gesetzt, das Areal im Chemnitzer Stadtteil Rottluff der Öffentlichkeit als kulturelle Begegnungs-, Veranstaltungs- und Bildungsstätte zugänglich zu machen. Nach Jahren des Stillstandes tat sich vor zwei Jahren auf dem Gelände der Mühle endlich etwas: vorrangig Tiefbauarbeiten, die der Verlegung der dringend notwendigen Ver- und Entsorgungsleitungen dienen sollten, wurden als erstes erledigt. Auch die historische Mühlentechnik ist in den vergangenen beiden Jahren ehrenamtlich durch den Förderverein in ihren Urzustand zurückversetzt worden.

Nun stehen Brandschutzmaßnahmen sowie Einbau einer Toilettenanlage und einer Heizung auf der Agenda. Die Kosten hierfür belaufen sich voraussichtlich auf etwa 90.000 Euro. Der Chemnitzer Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dem Förderverein Karl Schmidt-Rottluff Chemnitz diesen Betrag als Zuschuss zur Sanierung der Mühle bereitzustellen. Die hierfür notwendigen finanziellen Mittel übersteigen das verfügbare Förderbudget, daher ist die überplanmäßige Bereitstellung erforderlich, heißt es in der Begründung.

Das Areal auf der Oberfrohnaer Straße besteht aus den beiden Elternhäusern des Künstlers Karl Schmidt-Rottluff. Beide stehen unter Denkmalschutz. Das Haus 1 umfasst das Mühlengrundstück, in dem der Maler als Kind aufwuchs. Sein Vater verdiente als Müller das Geld für die Familie. Das Haus 2 ist das benachbarte Landhaus, das vom Vater des Künstlers errichtet wurde. Karl Schmidt-Rottluff verbrachte auch einige Jahre in dem Haus. Die Raumaufteilung ist original erhalten.