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Kein Hitzefrei für Arbeitnehmer

Arbeitsklima Was Betriebe und Mitarbeiter an heißen Tagen tun können

Die erste große Hitzewelle naht und wird wohl an niemandem spurlos vorüber gehen. Bereits ab Temperaturen von 25 Grad Celsius sinkt die Leistungsfähigkeit pro zusätzlichen Wärmegrad um etwa zwei bis fünf Prozent. Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Kreislaufprobleme sind die häufigsten Auswirkungen. Wer im Freien arbeitet, wird zusätzlich durch UV-Strahlung und hohe Ozonwerte belastet.

"Hitzefrei gibt es im Arbeitsalltag aber leider nicht", so Gesundheitsberaterin Cornelia Uebel von der IKK classic. "Doch Arbeitgeber und Arbeitnehmer können einiges tun, um die Belastung so gering wie möglich zu halten." Die Arbeitsstätten-Verordnung verpflichtet den Arbeitgeber, für eine gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur zu sorgen und Arbeitnehmer gegen direkte Sonneneinstrahlung zu schützen. An heißen Sommertagen darf die Obergrenze von 26 Grad Celsius Raumtemperatur jedoch überschritten werden. Mobile Klimageräte und Ventilatoren können dann für Abkühlung sorgen. Diese Geräte sollten so gestellt werden, dass keine Zugluft entsteht - sonst verlassen die Mitarbeiter den Arbeitsplatz mit steifem Hals, Erkältung und Bindehautentzündung. Abkühlung schafft auch intensives Durchlüften in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden. Danach die Sonne mit Rollos oder Markisen "aussperren". Für Büroangestellte ist es hilfreich, wenn der Chef den Krawattenzwang etwas lockert, denn helle, luftdurchlässige und locker sitzende Kleidung kann den größten Wärmestau verhindern. Für eine Abkühlung kann man sich zwischendurch kühles Wasser über die Handgelenke fließen lassen.

Das Wichtigste bei tropischen Temperaturen ist, ausreichend zu trinken - mindestens 2,5 Liter am Tag. Bei großer Hitze kann der Körper bis zu zwei Liter Schweiß pro Stunde verlieren. Dieser Flüssigkeitsverlust muss ausgeglichen werden. "Ideal sind nicht zu kalte, alkohol- und koffeinfreie Getränke, wie Mineralwasser ohne oder mit nur wenig Kohlensäure, Kräutertees und verdünnte Fruchtsäfte", rät Cornelia Uebel. Auf schwer verdauliches Essen sollte man besser verzichten. Auch auf zu scharfes Essen, um die Schweißdrüsen nicht zusätzlich anzuregen.

Absolute Pflicht für Arbeitnehmer im Freien sind Sonnenschutzmaßnahmen, wie Sonnenbrille, Sonnencreme und Kopfbedeckung. Manche Außenarbeitsplätze lassen sich durch Sonnensegel oder Sonnenschirme schützen.

ikk/pm



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