Kein Nachfolger in Sicht: Traditionseinrichtung in Chemnitz schließt - großer Abverkauf geplant

Nur noch 10 Tage: Chemnitzer Galerie schließt endgültig

Chemnitz

Noch sind die Türen geöffnet. Die Türen in eine kleine, feine Kunstwelt, die es bald nicht mehr geben wird. Im Dezember wurde bekannt, dass Bernd und Regine Weise ihre Galerie auf der Inneren Klosterstraße schließen. Nun steht das Datum fest:

Nur noch bis zum 21. Februar zeigen sie ausgewählte Arbeiten aus 36 Jahren Galerietätigkeit in Chemnitz.

 

Letzte Ausstellung und Verkaufspläne

Vom 23. bis 28. Februar ist die Galerie geschlossen. Im März soll ein Verkauf von Grafiken, Inventar und Bilderrahmen erfolgen, Terminvereinbarungen dafür sind telefonisch oder per Email möglich.

Kein Nachfolger gefunden

Einen Nachfolger für seine jahrelang mit Herz und Know-how aufgebaute Galerie hat Bernd Weise nicht gefunden.

"Eine Ära geht zu Ende", sagt er. Und weiter: "Nichts ist beständiger als der Wandel."

Gründung der Galerie im Jahr 1990

Bernd Weise hat zusammen mit seiner Frau Regine die Galerie im Oktober 1990 gegründet. In den zurückliegenden 36 Jahren waren es weit über 200 Ausstellungen, in denen sie die Werke von arrivierten und jungen förderungswürdigen Künstlern zeigten und verkauften.

Schwerpunkt ostdeutsche Kunst

"Unser Schwerpunkt war Kunst aus Ostdeutschland, doch wir blickten stets mit Interesse über den Tellerrand lokalen Kunstgeschehens hinaus", sagt Bernd Weise.

Hochkarätige Künstler und Ausstellungen

Die Galerie präsentierte Ausstellungen, bei denen Arbeiten von Meisterschülen der Klasse von Prof. Anke Doberauer der Münchner Akademie zu sehen waren und Arbeiten von Karl Schmidt-Rottluff, Otto Dix oder Gerhard Marcks. In großen Schauen wurden Werke des Grafikers und Zeichners Thomas Ranft und der Künstler der Gruppe Clara Mosch präsentiert.

Umzüge und Kunstsalon am Rosenhof

Die Weises sind mit ihrer Kunst seit 1990 auch oft umgezogen. Los ging alles an der Glockenstraße. Die prächtigste Fläche bezogen sie 2018 am Rosenhof. Sie war groß, durch deckenhohe Schaufenster fiel jede Menge Licht in den Raum, an dessen Wänden Kunstwerke im kleinen Format sowie große Leinwände hingen.

Der "Kunstsalon am Rosenhof" war ein Hingucker und präsentierte über die Jahre immer wieder sehenswerte Kunst, verbunden mit Konzerten und Lesungen.

Letzte Besuchsmöglichkeit der Galerie Weise

Als der Mietvertrag dort 2024 auslief, musste die Galerie raus - heute befindet die Gastrokette "L‘Osteria" in den Räumen. Die Galerie Weise ist noch bis zum 21. Februar auf der Inneren Klosterstraße 11 zu besuchen.

Auf der Internetseite der Galerie Weise finden Kunstliebhaber stets interessante Exponate.

 

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