Kerstin Stopp mit der "Sächsischen Verfassungsmedaille 2019" geehrt

Engagement Eine Brücke zwischen den Menschen

Geistig- und Mehrfachbehinderte sind durchaus zu sportlichen Hochleistungen der Lage und können gerade mit körperlicher Betätigung eine enorme Entwicklung durchlaufen. Daran glaubt und arbeitet Kerstin Stopp. Doch egal ob Hochleistungssportler oder Menschen mit Handicap - die Sonderpädagogin geht mit offenem Herzen auf Menschen zu und baut über das gemeinsame Sporttreiben eine Brücke zwischen ihnen.

Schwimmmeetings und Bowlingturniere

Für ihren langjährigen Einsatz wurde die Chemnitzerin diese Woche vom Landtagspräsidenten Matthias Rößler mit der "Sächsischen Verfassungsmedaille 2019" geehrt. "Mit ihrem unumwunden positiven Ansatz trainiert Kerstin Stopp seit vielen Jahren vor allem junge Sportler. Schließlich ist sie Mitbegründerin des 'Vereins zur Förderung von Integration durch Sport' geworden. Wir wollen die Gelegenheit nutzen, ihr aus tiefsten Herzen einfach mal 'Danke!' zu sagen", erläutert Kerstin Lauterbach, Vorsitzende des Vereins Special Olympics Deutschland in Sachsen (SODiS). "Die Liste von Kerstin Stopps Verdiensten für den Sport ist lang", ergänzt die Geschäftsführerin des SODiS, Bianca Klotzsche. "Sie organisiert beispielsweise ein jährliches Schwimmmeeting der Geistig- und Mehrfachbehinderten in Chemnitz und ein Bowlingturnier", so Klotzsche.

Rückblick: In jungen Jahren erlitt Kerstin Stopp als Sportstudentin einen schweren Unfall, der sie dazu brachte, ihr Leben neu auszurichten. In dieser Zeit lernte sie, dass das höchste Gut des Menschen seine Eigenständigkeit ist. Die Kraft dafür sucht sie vor allem im Sport und seither gibt sie diese Erfahrungen und ihre positive Kraft an andere weiter.

Der Schlüssel ihrer nun ausgezeichneten Arbeit mit Behinderten sind die Bewegung und die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Diese helfen Menschen mit Handicap, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Eine Sonderbehandlung, davon ist sie überzeugt, brauchen diese Menschen nicht.